Symposien Sonntag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Saal 2 11:30 - 12:45 02.10.2016
Symposium So15
Biomarker und deren Therapierelevanz beim humanen und experimentellen Glaukom
Vorsitzende/r: Franz H. Grus (Mainz), Verena Prokosch-Willing (Mainz)

Der Bedarf an Biomarkern für die Erkennung des Glaukoms und deren Verlaufsbeurteilung ist hoch. Einige davon haben auch therapeutische Relevanz. Diese Sitzung soll Biomarker und deren Therapierelevanz für das Glaukom aufzeigen. Hier sollen neuroprotektive und immunologische Ansätze im Vordergrund stehen. Ein besonderes Augenmerk der Einschätzung der Translation in die Klinik eingeräumt werden, insbesondere inwieweit aus diesen Ansätzen  Marker generiert werden können, die als Endpunkte in klinischen Studien anerkannt werden könnten.
Referent/in: Isabel Lopez Sanchez (Melbourne)
Accumulating evidence points to age-related mitochondrial dysfunction as a key factor in the aetiology of primary open angle glaucoma (POAG). We and others have demonstrated that animal models and a portion of POAG clinical samples exhibit oxidative phosphorylation defects which may result in chronic oxidative stress. Defects in mitochondrial function may render retinal ganglion cells more susceptible to glaucomatous insults and may underscore the age-related increase in glaucoma incidence. Defining a mitochondrial aetiology in a portion of POAG cases will redirect therapeutic development and management of this common disease.
Referent/in: Verena Prokosch-Willing (Mainz)
Referent/in: Matthias Börger (Göttingen)
Die Diagnose und Differentialdiagnose des M. Parkinson ist, aufgrund überlappender Symptome mit verwandten Krankheitsbildern und nur geringer Ausprägung von Symptomen in der Frühphase, auch heutzutage weiterhin deutlich erschwert. Trotz intensiver Forschung konnte bis dato kein valider Biomarker in der Routinediagnostik etabliert werden. Aufgrund eines immer größeren Stellenwertes der okulären Symptome beim M. Parkinson und enger anatomischer Beziehung des Hirnstamms zu den Kerngebieten der Tränendrüsen untersuchen wir aktuell Tränenflüssigkeit als mögliche neue Quelle für Biomarker beim M. Parkinson.
Referent/in: Julia Teister (Mainz)
Im Glaukom kommt es zu veränderten Autoantikörper-Reaktivitäten. Die Rolle von α-synuclein Antikörpern wurde im Rahmen eines hypertensiven Glaukom-Tiermodells in Sprague Dawley Ratten untersucht. Dabei konnte eine signifikante Reduktion des neurodegenerativen Schadens in der Retina und dem Sehnerven in der mit α-synuclein Antikörpern behandelten Gruppe gegenüber einer hypertensiven Kontrollgruppe gezeigt werden. Ergebnisse dieser Studie deuten möglicherweise auf einen neuroprotektiven Effekt von α-synuclein Antikörpern im Rahmen eines glaukomatösen Schadens hin.
Referent/in: Laura Laprell (Seattle)
Kleine lichtschaltbare Moleküle erlauben es uns, gezielt Rezeptoren und Kanäle in Neuronen lichtabhangig repetitiv zu aktivieren/deaktivieren. Diesen Ansatz nennen wir Photopharmakologie. Dieser beschreibt nicht nur die Abhängigkeit von Licht, sondern viel wichtiger noch verdeutlicht der Begriff Pharmakologie, dass es keiner genetischen Manipulation bedarf. Eine der derzeit vielversprechensten Anwendungen der Photopharmakologie ist die Wiederherstellung des Sehvermögens in blinden Retinae.