Symposien Sonntag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Saal A&B 10:00 - 11:15 02.10.2016
Symposium So08
10 Jahre anti-VEGF Therapie: Aktuelle Versorgungsrealitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Vorsitzende/r: Andreas Stahl (Freiburg), Daniel Barthelmes (Zürich)

Im Jahre 2006 wurden die ersten Phase III Studien zur anti-VEGF Therapie bei exsudativer AMD veröffentlicht. Im selben Jahr listete die Zeitschrift Science diese neue Therapieform unter den "Top Ten Science Breakthroughs of the Year". Zehn Jahre später zieht dieses Symposium eine vorläufige Bilanz, wie sich die anti-VEGF Therapie auf die Versorgungsrealität für Patienten mit AMD und anderen angiogenen Netzhauterkrankungen ausgewirkt hat. Ein Fokus liegt dabei auf den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz, es werden aber auch Ausblicke auf andere europäische Länder erfolgen und unterschiedliche Behandlungsschemata wie pro-re-nata und treat-and-extend verglichen.
Referent/in: Thomas Wecker (Freiburg)
Die Einführung intravitrealer anti-VEGF Injektionen hat die Behandlung der AMD und anderer retinaler Erkrankungen revolutioniert. Während die Wirksamkeit der Therapie in zahlreichen Studien nachgewiesen ist, sind Daten zur Versorgungsrealität und zum längerfristigen Verlauf unter Therapie noch nicht in diesem Umfang verfügbar. Daten zu Injektionsfrequenz und Visusverlauf aus der Routineversorgung der Freiburger Augenklinik werden präsentiert und vergleichend zur aktuellen Studienlage diskutiert.
Referent/in: Daniel Barthelmes (Zürich)
Referent/in: Ursula Schmidt-Erfurth (Wien)
Referent/in: Robert Patrick Finger (Bonn)
Die Diskrepanz zwischen Studienergebnissen und dem Versorgungsalltag bei der anti-VEGF Behandlung sind vielschichtig. Die in Deutschland ermittelten funktionellen Ergebnisse sind im europäischen Vergleich nur mittelmäßig und sind mit einer relativ niedrigen Anzahl von Behandlungen assoziiert. Eine zielgerichtete Behandlung ist nicht nur von der Dichte von Augenärzten und der Regelung der Kostenerstattung abhängig, sondern auch u. a. von der Indikationsstellung, der Therapiestrategie mit multiplen Injektionen und der Qualitätssicherung.
Referent/in: Sascha Fauser (Köln)
In der anti-VEGF Therapie sind Zeitpunkt und Anzahl der Injektionen entscheidend für eine optimale Therapie. Nur eine optimale Therapie führt zum besten Virus bei gleichzeitig niedrigem Risiko für Nebenwirkungen.