Symposien Sonntag

Änderungen im Programmablauf vorbehalten.

 
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Raum Paris 10:00 - 11:15 02.10.2016
Symposium So10
Ophthalmohistorisches Symposium der Julius-Hirschberg Gesellschaft – Symposium der Julius-Hirschberg Gesellschaft
Vorsitzende/r: Frank Krogmann (Thüngersheim)

In diesem Symposium werden Kenntnisse aus der Geschichte der Augenheilkunde grundlagenbasiert und interdisziplinär vermittelt.
Referent/in: Christian Karl Brinkmann (Bonn)
Von den frühesten Beschreibungen des Seheindruckes als "glaukos", über die Schrecken des "Grünen Stares" bis zu neuesten Entwicklungen der Glaukombehandlung werden historische Aspekte des komplexen Krankheitsbildes dargestellt.
Referent/in: Hans-Reinhard Koch (Wiesbaden)
Charles Bernouin (1614-1673) war in Grenoble geboren. Er arbeitete als reisender Chirurg und Schausteller. Als Staroperateur gehörte er zu den besten seiner Zeit und war zeitweise in in Nancy ansässig. Als Schausteller liebte er es, von Raketen angetrieben über öffentliche Plätze zu fliegen. Er ist bei einer solchen Vorführung in Regensburg tödlich verunglückt. Er gilt als einer der Pioniere der Luftfahrt.
Referent/in: Frank Krogmann (Thüngersheim)
Die Augenheilkunde ist wahrlich „ein großes Fach“! Abgesehen davon, dass die Ophthalmologie bereits im Altertum spezialisiert war und im Hinblick auf ihre Verbindung zu den anderen Fachdisziplinen der Medizin, gab es [natürlich] auch „viele unterschiedliche Meinungen“. Der Referent versucht, im Vortrag hierzu einige Beispiele zu bieten, wobei sich diese auf die Neuzeit beziehen. Es mag überraschen, wie uns heute selbstverständlich erscheinende Therapieformen in ihrer Entstehungszeit heftig[st] umstritten waren.
Referent/in: Efstathios Papadopoulos (Dättwil)
Referent/in: Sibylle Scholtz (Ettlingen)
Der erste Augenarzt war vermutlich Iry, ein königlicher Okulist, der in der 6. Dynastie (ca. 2400 v. Chr.) in Ägypten lebte. Im Zeitalter der Pyramiden gab es nicht nur viele Ärzte in Ägypten, sondern auch eine Reihe von Ärzten, die sich auf einzelne Fachgebiete spezialisiert hatten. Iry, Arzt am königlichen Hofe während der 6. Dynastie, war nicht nur „Arzt des königlichen Bauches“, „des Hüter des königlichen Anus“ sondern auch “der königliche Augenarzt”, was besonders hervorgehoben worden war. Irys Grabstele wurde in einem Grab nahe der Cheops-Pyramide entdeckt. Er beschrieb verschiedene Augenkrankheiten, erwähnte allerdings keine Medikamente. Interessanterweise bedeutet das antike Wort “irty” “Auge” oder “sehen”. Augenärzte waren in der altägyptischen Gesellschaft extrem hoch angesehen, sie galten als Stolz vieler Pharaonen. Heute weiß man leider wenig über Iry, dem ersten Augenarzt. Viele der wissenschaftlichen Errungenschaften der Griechen stammen vermutlich aus dem alten Ägypten oder Mesopotamien: Vieles davon wurde den griechischen Wissenschaftlern zugeschrieben, weil sie die ersten waren, die Aufzeichnungen hinterließen. Dieser Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die Informationen, die über Iry und seine Leistungen heute verfügbar sind.