Postersitzungen, Samstag, 1. 10. 2016

 
dt/engl
Posterkabinett 11 13:45 - 14:45 01.10.2016
Postersitzung PSa11
Kornea: DMEK
Vorsitzende/r: Walter Lisch (Hanau), Nora Szentmáry (Budapest)

Referent/in: Lamis Baydoun (Rotterdam)
Purpose: To assess the clinical outcome in eyes after re-bubbling for visually significant graft detachment after Descemet membrane endothelial keratoplasty (DMEK) Methods: In this retrospective analysis of 760 consecutive DMEK surgeries, 41 eyes received re-bubbling. Main outcome measures were compared to a matched control group with uneventful primary DMEK (attached grafts without re-bubbling). Within the study group, early versus later re-bubbling were compared. All eyes were evaluated for best-corrected visual acuity (BCVA), endothelial cell density (ECD), central corneal thickness (CCT), anterior segment coherence tomography (AS-OCT) and complications up to 6 months after re-bubbling using multiple linear regression analyses to detect covariates and clinical outcome. Results: Re-bubbling was successful in 33 of 41 eyes; in three unsuccessful eyes the graft had been positioned upside-down. In eyes with successful re-bubbling, BCVA did not differ, between re-bubbled eyes and the control group at 6 months after DMEK (P>0.05). ECD decrease was significantly higher in re-bubbled eyes compared to control eyes (mean decrease: 54% versus 35%, respectively, P< 0.05). CCT was similar in both groups (P>0.05). Timing of re-bubbling did not affect outcome parameters (P>0.05). No intra- or postoperative complications were observed; one buphthalmic eye showed a temporary intraocular pressure elevation. Conclusions: Re-bubbling for DMEK graft detachment may give visual outcomes as in uncomplicated DMEK, regardless of timing of intervention within the first 8 postoperative weeks. Re-bubbled eyes may show lower ECD, which may be attributed to additional air bubble trauma and/or more extensive manipulation during the initial DMEK (selection bias).
Referent/in: Stefan Ullrich (Halle)
Zusammenfassung: Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) ist für Patienten mit Fuchs`scher Endothelzelldystrophie die Operationsmethode der Wahl zur Visusverbesserung. Wir untersuchten genetische Veränderungen im TCF-4 Gen in Zusammenhang mit einer primären, sekundären oder nicht vorhandenen Transplantatanlage, die eine erneute DMEK (Re-DMEK) nötig machte. Patienten und Methoden: Bei 47 Patienten wurde an 63 Augen eine DMEK durchgeführt. Alle Patienten wurden auf eine mögliche Repeatexpansion über 50 Repeats im TCF4-Gen untersucht und der Polymorphismus rs613872 bestimmt. Bei 24 Augen (38%) von 18 Patienten wurde die DMEK mit einer zeitgleichen Implantation einer Hinterkammerlinse (triple-DMEK) durchgeführt. Wir dokumentierten prä- und postoperativ den Visus, die zentrale Hornhautdicke, den Befund im Vorderabschnitts-OCT sowie mögliche Komplikationen, wie eine postoperative, auch mehrmalige, Luftnachgabe und eine eventuelle Re-DMEK in 12 Monaten follow-up. Ergebnisse: Eine Repeatexpansion über 50 Repeats im TCF-4-Gen konnte in 58 Augen (92%) nachgewiesen werden. Bei 5 Augen zeigte sich diese nicht (8%). Der Polymorphismus im Allel G des Gens rs613872 wurde bei 59 Augen (94%) als heterozygot TG gefunden, bei je 2 Augen als homozygot GG sowie als homozygot TT. Bei den 5 Augen ohne Repeatexpansion (alle keine triple-DMEK) erfolgte in 2 Fällen (40%) eine Luftnachgabe. Die Luftnachgabe bei Augen mit Repeatexpansion erfolgte bei 16 Augen (28%), von denen 11 mittels triple-DMEK versorgt wurden. Bei 7 aller Augen (11%) kam es zu keiner Anlage des Transplantates, die in 6 Fällen mit einer Re-DMEK versorgt wurde. Bei 6 der 7 Re-DMEK-Patienten fanden sich eine Repeatexpasion im TCF4-Gen und ein heterozygotes TG. In einem Fall wurde eine Re-DMEK nach 2 Wochen durch eine perforierende Keratoplastik ersetzt. Dabei stellte sich bei postoperativer histopathologischer Untersuchung eine Herpes-Keratitis als Ursache der Hornhautdekompensation heraus. Diskussion: Es ergeben sich keine Hinweise auf genetische Marker, bei deren Vorhandensein mit einer erhöhten Rate an vollständiger Transplantatabstoßung zu rechnen ist. Die zeitgleiche Implantation einer Hinterkammerlinse während einer DMEK stellt ein erhöhtes Risiko für eine postoperative Luftnachgabe dar, jedoch nicht für eine vollständige Abstoßung des Transplantates. Die Herpes-Keratitis sollte als Differentialdiagnose bei Klinik einer Fuchs`schen Endotheldystrophie immer mit in Betracht gezogen werden.
Referent/in: Efdal Yörük (Tübingen)
Einleitung: Untersuchung der Inzidenz und der Risikofaktoren für einen Pupillarblock in der frühen postoperativen Phase nach der Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK), verursacht durch die Luftblase in der Vorderkamme. Methoden: Wir untersuchten retrospektiv 306 Augen von 224 Patienten, die zwischen September 2009 und Oktober 2014 an der Tübinger Universitätsaugenklinik einer DMEK unterzogen wurden. Als erhöhter Augeninenndruck wurde ein Druckanstieg auf über 30 mmHg definiert. Bei den ersten 190 Augen führten wir eine intraoperative periphere Iridektomie bei 12 Uhr durch und bei den anderen 116 Augen bei 6 Uhr. Wenn möglich, wurden die Gründe für die Druckerhöhung identifiziert. Für alle Augen wurden prä- und postoperative Spaltlampenuntersuchungen und IOP-Messungen durchgeführt. Ergebnisse: Insgesamt 30 Augen (9,8%) zeigten innerhalb des ersten postoperativen Tags einen durch die Luftblase induzierten Druckanstieg. Die Inzidenz bei Patienten mit einer Triple-DMEK lag bei 13,9% (5/36) und bei zwei von fünf phaken Augen (40%) kam es zu einem erhöhten Augeninnendruck. Bei allen Patienten war kein Glaukom in der Vorgeschichte bekannt. Bei 5 Patienten kam es zum Pupillarblock durch eine Luftmigration hinter die Iris und bei 25 Patienten durch die Luftblase vor der Iris. Alle Patienten mit einem Druckanstieg hatten die Iridektomie bei 12 Uhr. Schlussfolgerungen: Einen postoperativen Pupillarblock mit Druckanstieg aufgrund der Luftblase in der Vorderkammer kann bei der DMEK eine bedeutende Komplikation sein. Dies kann durch engmaschige Kontrollen, vor allem in den ersten postoperativen Stunden, durch eine inferiore periphere Iridektomie und durch eine Luftblase mit einem Anteil von ≤ 80% des Vorderkammervolumens verhindert werden.
Referent/in: Wolfgang Plum (Aachen)
Purpose: We compared the SLc Original (SLc) and One Use-Plus (OUP) microkeratomes for ultrathin-DSAEK lamella preparation and storage, vis-à-vis accuracy, endothelial cell loss (ECL) and lamellar surface roughness (LSR). Methods: Twenty-five human corneas were dissected with single-use heads of different sizes aiming for a posterior lamella (PL) thickness of 85 µm, after which they were incubated for six days in a 5% dextran medium. Before preparation (0 h) and 1, 24, and 144h after dissection, ECL and corneal thickness (CCT) were measured by ultrasound pachymetry (USP) and optical coherence tomography (OCT). LSR was assessed by scanning electron microscopy (SEM) and evaluated by two masked observers. Results: Prior to cutting, CCTs did not differ between OCT or USP measurements, with a high correlation between the two modalities (r2=0.8; p< 0.0001). Both systems succeeded in UT-lamella preparation (CCT 40-130 µm) in 88% of cases. The OUP heads cut significantly deeper than the according SLc counterparts (p=0.001), while the variance did not differ. The mean PL thickness increased significantly in the following incubation period (p=0.01) with no difference between the keratome groups. ECD decreased significantly from before to 1h after preparation (-5.6%; p=0.04), with no changes in the following 144h incubation period and no differences between the OUP and SLc group. LSR did not differ between both systems. Conclusions: The SLc and the OUP system are both suited for the preparation of UT-DSAEK lamellae. Neither system differed significantly in variability, LSR or ECL, which did not increase during a six days incubation period.
Referent/in: Friederike Schaub (Köln)
Fragestellung: Bei der "Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty" (DMEK) zur Behandlung endothelialer Pathologien wird die Vorderkammer intraoperativ mit Luft gefüllt, welche durch Rückenlage des Patienten postoperativ die Transplantatanlage begünstigt. Bei unzureichender Transplantatadhärenz kann eine neuerliche Lufteingabe in die Vorderkammer (Re-Bubbling) erforderlich werden. Ob die Verwendung von Gas (Schwefelhexafluorid verdünnt mit Raumluft – SF6 20%) als Tamponademedium eine Reduktion der Re-Bubblingrate erzielen kann, ist Gegenstand der vorliegenden retrospektiven Untersuchung. Methodik: Klinische Daten aller 1084 konsekutiv durchgeführten DMEKs zwischen Juli 2011 und November 2015 am Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln wurden analysiert. In die Untersuchung wurden alle Augen eingeschlossen, die mittels DMEK mit Raumlufttamponade oder Schwefelhexafluorid 20% (SF6 20%) als intraoperative Vorderkammertamponade versorgt wurden und zu welchen die postoperativen Befunde (bestkorrigierter Visus (BSCVA), Endothelzelldichte (ECD) und zentrale Hornhautdicke) nach 6 Monaten vorlagen. Ausgeschlossen wurden Augen mit komplexen Vorderabschnittspathologien. Ergebnisse: Es konnten 28 DMEKs mit SF6 20% Vorderkammertamponade und 506 DMEKs mit Raumlufttamponade eingeschlossen werden. Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in den klinischen Befunden nach 6 Monaten in Bezug auf die postoperativen BSCVA Werte (logMAR), welche in der SF6 20% Gruppe bei 0,36±0,29 logMAR lagen, versus 0,27±0,19 logMAR in der Raumluftgruppe (p=0,227). Auch die ECD mit 1707±404 Ze/mm² versus 1781±333 Ze/mm² (p=0,426) und die zentrale Hornhautdicke mit 565±66 μm im Vergleich zu 581±72 μm (p=0,367) wiesen keine signifikanten Unterschiede auf. Die Re-Bubblingrate nach SF6 20% Vorderkammertamponade lag signifikant unterhalb der Re-Bubblingrate nach Raumluft (14% Re-Bubblings bei SF6 20% versus 53% bei Raumluft; p< 0,001). Schlussfolgerung: Durch die alternative Verwendung von Schwefelhexafluorid verdünnt mit Raumluft (SF6 20%) kann die Transplantatanlage bei der DMEK begünstig und die erneute Luftinjektionsrate bei ansonsten vergleichbaren klinischen Ergebnissen gesenkt werden.
Referent/in: Sonja Ute Heinzelmann (Freiburg)
Fragestellung: Die DMEK ist der perforierenden Keratoplastik (pKP) überlegen in Hinsicht auf die postoperative Sehschärfe, die intraoperative Sicherheit und das Abstoßungsrisiko überlegen. Daher erscheint es sinnvoll, die DMEK auch zur Behandlung von endothelialem Transplantatversagen nach pKP einzusetzen. Wir berichten über die ersten klinischen Ergebnisse. Methodik: Bei 19 Patienten mit endothelialem Transplantatversagen nach pKP führten wir eine DMEK durch. Sehschärfe, zentrale Hornhautdicke, Dislokationsrate, Transplantatüberleben, Abstoßungsreaktionen und sonstige Komplikationen wurden retrospektiv bestimmt. Ergebnisse: Bei 12 von 19 der transplantierten Augen war die Sehschärfe durch Begleiterkrankungen (Glaukom, Amblyopie, Makulaerkrankung) limitiert. Hier war die hauptsächliche Indikation die Schmerzreduktion bei bullöser Keratopathie. In der Mehrzahl der Augen stieg die Sehschärfe an (im Median auf 0,1) und die Hornhautdicke verringerte sich (um 63-363µm). Aufgrund von Transplantatdislokation benötigten 5 Augen ein „Rebubbling“. Es wurden jeweils 3 Abstoßungen und 3 Transplantatversagen beobachtet. Es traten keine expulsive Blutung und keine Endophthalmitis auf. Schlussfolgerungen: Bei Endothelversagen nach pKP ist die DMEK eine sinnvolle Alternative, auch wenn die Sehschärfenprognose reduziert ist.
Referent/in: Kristina Spaniol (Düsseldorf)
Einleitung: Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Augenoberflächenparametern und dem Erfolg nach Descemetmembran-Endothel Keratoplastik (DMEK). Methoden: 93 Augen von 79 Patienten (26 Männer, 53 Frauen) wurden präoperativ, 6 Wochen, 6 Monate und 12 Monate nach DMEK bezüglich best-korrigiertem Visus (BCVA, logMar), Pachymetrie an der dünnsten Stelle (Pentacam, Oculus), Hornhautsensibilität (Cochet Bonnet Ästhesiometer, 0=keine Sensibilität bis 6=normale Sensibilität), Augenoberflächenstippung (2% Fluorescein, Oxford Skala, 0=keine Stippung, 12=maximale Stippung), Tränenfilmaufrisszeit (BUT), Lidkantenparalleler Falten (LIPKOF) und subjektiver Symptome (Ocular Surface Disease Index, OSDI) untersucht. Die Operationsdauer wurde mit einer Stoppuhr aufgezeichnet. Die statistische Analyse erfolgte mit SPSS 21.0 (IBM). Ergebnisse: 12 Monate postoperativ stieg der Visus von 0,7±0,4 auf 0,16±0,1 logMar an (p< 0.001) und die Pachymetrie nahm von 727±170 auf 534±86µm ab (p=0.014). Nach 6 Wochen stieg die Hornhautsensibilität signifikant an (2,5±3 auf 5,0±1) und blieb im Verlauf stabil während die Oberflächenstippung nicht signifikant abnahm (3,7±2 auf 2,2±2). Patienten mit besserer Hornhautsensibilität zeigten bis zu 6 Monate postoperativ einen besseren Visus (=0.001; r=-0.53). Eine stärkere präoperative Oberflächenstippung korrelierte signifikant mit einer längeren Operationsdauer. Frühpostoperativ, aber nicht im weiteren Verlauf war eine stärkere postoperative Oberflächenstippung mit einem schlechteren Visus assoziiert. Die anderen Parameter (BUT, LIPKOF, OSDI) veränderten sich nicht signifikant. Schlussfolgerung: Die Daten dieser Studie zeigen, dass es nach DMEK zu einem signifikanten Visusanstieg ohne Störung von Augenoberflächenparametern kommt, was mit der Tatsache vereinbar ist, dass der korneale Nervenplexus während der DMEK nicht beschädigt wird. Vor und nach DMEK sollten Tränenersatzmittel zur Hornhautpflege angewendet werden da nach unseren Daten eine irreguläre Hornhautoberfläche mit einer längeren Op-Dauer und einem schlechteren frühpostoperativen Visus assoziiert sein kann. Patienten mit einer guten Hornhautsensibilität zeigen einen besseren Visusanstieg, was durch eine bessere Benetzung bei intakter reflektorischer Tränensekretion bedingt sein könnte.
Referent/in: Peter Rieck (Berlin)
Fragestellung: Die Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty (DMEK) hat sich aufgrund der überlegenen Visusergebnisse gegenüber der DSAEK und der perforierenden Keratoplastik als OP-Methode der Wahl bei Endothelerkrankungen durchgesetzt. Wir haben eine modifizierte Technik zur Vereinfachung der Spenderpräparation vorgestellt. Bei der Platzierung des so gewonnenen Spendergewebes fällt es aber wie nach der Standardpräparation nach Melles besonders bei Eintrübung der Empfängerhornhaut schwer, die korrekte Position (Endothel nach unten) des Transplantates in der Vorderkammer zu erkennen. Es wird ein standardisiertes Verfahren zur Markierung des Spender-Gewebes bei der DMEK vorgestellt. Methodik: In einem experimentellen Setting wurde bei 24 Spenderhornhäuten, die nicht zur Transplantation freigegeben waren, die Descemet nach unserer Technik mittels Hydrodissektion der invertierten Spenderkornea gewonnen. Im letzten Präparationsschritt wird das mit der Endothelseite nach oben in eine künstliche Vorderkammer eingespannte Spender-Gewebe in eine „Taco“-Form gefaltet und mit einem neu entworfenen „L“-förmigen Stempel gekennzeichnet. Die Stempelfläche wird vor dem Aufdruck mit einem Markierstift eingefärbt. Ergebnis: Es wurden verschiedene Stempelgrößen getestet. Als am Besten geeignet zeigte sich ein Maß von vertikal 1,5 mm und horizontal 0,7 mm. Die Markierung erfolgt am Rande des Transplantates auf der stromalen Seite der Descemet. Eine Trocknung der Oberfläche im Bereich des Stempelareals erfolgte mit einem Lasik-Tupfer. Die Markierung war auch nach Einfärbung des gesamten Transplantates mit Trypanblau vor Beladung in die Injektionskartusche gut sichtbar, da sich der Farbton des „L“ in violett gut von dem umgebenden Blau abhebt. Anders als die Trypanfärbung, die bereits nach ca. 15-30 Minuten verblasst, bleibt die Stempelmarkierung bis mindestens 5 Stunden nach Markierung gut erkennbar. Eine Zellschädigung durch den Aufdruck bzw. den Farbstoff konnte auf der endothelialen „Rückseite“ des „L“ nicht gefunden werden. Schlußfolgerung: Die vorgestellte Technik der Markierung des Transplantates ist ein weiterer Schritt zur Standardisierung der DMEK-Operation. V.a. bei eingetrübter Hornhaut gibt die Markierung eine deutlich erhöhte Sicherheit bei der endgültigen Platzierung des Transplantates, da die stromale von der endothelialen Transplantatseite eindeutig unterschieden werden kann.
Referent/in: Nikolaus Luft (Linz)
In dieser prospektiven Fallserie wurden insgesamt acht Augen inkludiert. Bei sieben der acht Augen wurde gleichzeitig eine Kammerwinkel gestüzte Vorderkammerlinse entfernt, diese als Grund für die Hornhautdekompensation gesehen wurde. Bei allen acht Augen wurde dann eine Iris-fixierte Hinterkammerlinse implantiert und eine DMEK-OP in einer Sitzung zur Behandlung der Hornhautdekompensation durchgeführt. Es wurden klinische Ergebnisse, wie best-korrigierter Visus, und Pachymetrie, als auch Komplikationen dokumentiert. Ergebnisse: Bei allen acht Augen konnte innerhalb von spätestens 3 Monaten eine klare Hornhaut beobachtet werden. Die Pachymetriewerte reduzierten sich im Mittel von präoperativ 809μm (±125μm) auf 485μm (±44μm) drei Monate postoperativ. Es musste lediglich in einem Fall ein re-bubbeling (Lufteingabe in die Vorderkammer) durchgeführt werden, welches zur dauerhaften Transplantatanlage führte. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse dieser Fallserie zeigen, dass DMEK mit simultaner Implantation einer Iris-fixierten Hinterkammerlinse zu einer schnellen Hornhautaufklarung führt bei gleichzeitig geringem Risikopotential.