Postersitzungen, Samstag, 1. 10. 2016

 
dt/engl
Posterkabinett 8 13:45 - 14:45 01.10.2016
Postersitzung PSa08
Refraktive Chirurgie // Refractive Surgery
Vorsitzende/r: Marcus Blum (Erfurt), Ulrich Schaudig (Hamburg)

Referent/in: Stefan Pieh (Wien)
Fragestellung: Ablationsprofile aus der subjektiven Refraktion werden bei Excimerlaserbehandlungen der Hornhaut auf den ersten Purkinje Reflex zentriert. Durch Erfassen des Pupillenrandes mit einer Infrarotkamera während der Bestimmung der Hornhauttopographie wird der erste Purkinje Reflex durch Polarkoordinaten bezogen auf die Pupillenmitte für die Laserbehandlung als Offset definiert. Dieser Offset korreliert mit dem Winkel Kappa, der den Winkel zwischen Gesichtslinie (Gerade zwischen Fixierobjekt und der Foveola) und Pupillenachse beschreibt. Die Korrektur von Aberrationen höherer Ordnung wird auf die Pupillenmitte zentriert. Je komplexer das Ablationsprofil umso wichtiger wird die Positionierung des Ablationsprofiles. Eine retrospektive Auswertung von 85 Augen soll die Reproduzierbarkeit des Offsets mit einem modernen Excimerlasersystem hinterfragt werden. Methode: Bei 85 Augen mit einer hochaberrierten Hornhaut, z.B. aufgrund einer Keratoplastik, Hornhautverletzung oder Hornhautulcus, die einen RMS HOA (Root-mean-square higher order aberration) von 1,0 bis 4,0 μm aufweisen, wurde die Streuung der Offsetergebnisse retrospektiv untersucht. Hierfür wurden für jeden Einzelfall die 8 präoperativen angefertigten Offsetbestimmungen miteinander verglichen. Ebenso wurde die Standardabweichung des postoperativen Offsets bestimmt und den jeweiligen präoperativen Offsetwerten gegenübergestellt. Ergebnisse: Die Standardabweichung bei den untersuchten Fällen beträgt für das Offset 0,11 mm und zeigt in Einzelfällen Abweichungen bis zu 0,5 mm. Diese treten insbesondere bei Topgraphien mit einer ungenauen Pupillenerkennung auf. Ferner zeigte sich eine Verschiebung des Offsets durch die Behandlung von im Ø 0,12 mm ± 0,11 (0,0 - 0,58) die statistisch signifikant ist. Schlussfolgerungen: Die eingeschränkte Reproduzierbarkeit des Offsets wie auch die Veränderung des Offsets durch die Behandlung limitiert neben anderen Ursachen wie die Verschiebung der Pupillenmitte in Abhängigkeit von Lichteinfall als auch die Unkenntnis der exakten Epitheldicke im Ablationsbereich die Genauigkeit von Excimerlaserbehandlungen bei hochaberrierten Hornhäuten.
Referent/in: Kate Barbara Kubiak (Frankfurt)
Purpose: To evaluate visual outcome and complication rate in eyes with hyperopic astigmatism which have undergone femtosecond laser LASIK treatment. Methods: Between November 2006 and December 2014 82 eyes were treated for hyperopic astigmatism with Femto-LASIK. In 34 eyes of 19 patients preoperative, 1 month postsurgical and 1 year postsurgical data were present and were included in this retrospective study. Preoperative UDVA (logMAR) was 0.5 ±0.25 (0.1 to 1.22) and BDVA was 0.03 ±0.08 (-0.1 to 0.3). Spherical error was + 3.71 D ± 1.22 (+1 to +5D) with astigmatism of – 2.55 D ±1.23 (-0.75D to -5.75D). Visual acuity (logMAR), refraction, complication rate as well as number of retreatments were analyzed. Results: 1 month and 1 year after surgery UDVA was 0.21 ±0.3 (-0.1 to 1.3) and 0.11 ±0.16 (-0.1 to 0.7). 9 eyes had a loss of 1 line and 1 eye a loss of 2 lines of BDVA. Spherical error after 1 month was -0.14D ±0.87 (-4 to +0.75D) with astigmatism of -0.54D ±0.57 (-2 to -0.25D). After 1 year spherical error was 0.2D ±0.82 (-2.25 to +1.75D) with astigmatism of -0.63D ±0.52 (-2 to -0.25D). 4 eyes required retreatment due to residual refractive error, in 1 eye flap was lifted due to severe epithelial ingrowth. Conclusion: Treatment of hyperopic astigmatism is very difficult although in general it can be regarded as a safe procedure. However, visual outcome is worse than what is described in the literature for treatment of myopia or hyperopia without an astigmatic component. Patients need to be informed in details about the complexity before undergoing surgery.
Referent/in: Carolin Gruber (Frankfurt)
Zielstellung: Fallanalyse nach okulärer Wellenfront-gesteuerten Nachbehandlung bei einem Patienten, der eine Vergrößerung der optischen Zone durch einen Excimerlaser am rechten Auge erhielt. Material & Methode: Die Behandlung wurde in der Klinik für Augenheilkunde der Goethe Universität, Frankfurt durchgeführt. Nach hyperoper LASIK im September 2014 ex domo (optische Zone (OZ) 7mm) litt der Patient besonders bei Dämmerung an monokularen Doppelbildern, Geisterbildern und Halos. Brille und Sklerallinsen verbesserten das Sehen nicht. Es wurde eine okuläre Wellenfront-gesteuerte Nachbehandlung unter dem LASIK Flap (Schwind Amaris 750S) nach einem okulären Wellenfrontprofil (Schwind Corneal Wavefront Analyzer) mit Vergrößerung der OZ (7,2mm) durchgeführt. Unkorrigierter Fernvisus (UCVA), bestkorrigierter Fernvisus (BCVA), visuelle Beeinträchtigung, Komplikationen, die Root mean square (RMS) der Abbildungsfehler höherer (HOA) und niedriger (LOA) Ordnung, sphärische Aberration (SA) und die Koma in 0° und 90° (Pentacam HR, Oculus) wurden präoperativ und einen Monat postoperativ ausgewertet. Ergebnisse: Der präoperative Fernvisus war UCVA 0,3 logMAR und BCVA 0,1 logMAR (Sphäre -0,25/ Zylinder -1,50/ Achse 90°). Einen Monat postoperativ war der Fernvisus UCVA -0,1 logMAR, BCVA -0,1 logMAR (Sphäre +0,25/ Zylinder -0,25/ Achse 45°). Die Geisterbilder und Halos sind laut Patientenaussage nach der Behandlung viel geringer, jedoch tritt häufiger Starburst auf. Subjektiv sind die optische Sehqualität und die Sehleistung auch bei mesopischen Lichtverhältnissen viel besser. RMS (gesamt), RMS (LOA), RMS (HOA) und Koma in 0° und 90° sanken prä- zu postoperativ (3,835µm zu 1,231µm, 3,835µm zu 0,930µm, 1,436µm zu 0,807µm, -0,682µm zu -0,329µm, -0,936µm zu -0,363µm). SA stieg leicht an (-0,443µm zu -0,479µm). Zusammenfassung: Die Nachbehandlung war erfolgreich. Der Patient hat insgesamt weniger optische Phänomene nach der OP und ist sehr zufrieden. Eine optische Wellenfront-gesteuerte Excimerlaserbehandlung kann die Sehleistung und -qualität durch Verringerung der LOAs und HOAs, besonders die Koma, verbessern. Sehbeeinträchtigung in der Dämmerung können durch Anwendung dieser Methode und Vergrößerung der optischen Zone reduziert werden.
Referent/in: Christiane Blecha (Regensburg)
Bei Implantation von Multifokallinsen ist das Erreichen einer postoperativen Emmetropie von entscheidender Bedeutung für das funktionelle Ergebnis. Postoperative Ametropien müssen durch zusätzliche refraktivchirurgische Maßnahmen korrigiert werden. Wir beschreiben die Behandlung einer höhergradigen Hyperopie nach Multifokallinsenimplantation und Excimerlaser „touch up“ bei Myopia magna. Bei einem 48-jährigen Patienten mit Myopia magna (-13 dpt. beidseits) wurden extern beidseits Multifokallinsen implantiert. 2 Monate postoperativ wurde am rechten Auge extern eine LASEK zur Korrektur einer „Restametropie“ durchgeführt. Nach Epithelheilung sei ein guter Fernvisus beidseits erreicht worden, das Lesen ohne Korrektur war nur mit dem linken Auge möglich. 3 Jahre nach der primären OP stellte sich der Patient in unserer Ambulanz vor und klagte über Sehbeschwerden seit der Operation insbesondere im Nahbereich. Bei der Erstuntersuchung betrug der Visus in der Ferne ohne Korrektur 0,8 und 1,0; in der Nähe rechts 0,125 und links 0,5. Nach subjektiver Refraktion zeigte sich am rechten Auge mit einer Korrektur von +2,5–0,75/95° ein voller Nah- und Fernvisus. Die vorliegenden Befunde waren vereinbar mit einer akzidentellen Fernkorrektur auf den Nahteil der Multifokallinse im Rahmen der kurz postoperativ erfolgten Excimerlaserablation. Nach ausführlicher Aufklärung wurde eine erneute LASEK rechts durchgeführt (optische Zone 6,5 mm, Ablationstiefe 37µm, Korrektur +2,25-0,5/11°). Zunächst wurde die Emmetropie erreicht (Visus sc beidseits 1,0), jedoch zeigt sich 6 Monate postoperativ eine zunehmende Regression mit erneuter Hyperopisierung. Refraktivchirurgische Eingriffe können zur Optimierung des funktionellen Ergebnisses nach Multifokallinsenimplantation eingesetzt werden. Im Rahmen der Refraktionsbestimmung zur Operationsplanung sollte besonderes Augenmerk auf die Multifokalität gelegt werden, um unerwünschte Korrekturen zu vermeiden.
Referent/in: Myriam Böhm (Frankfurt/Main)
Ziel: Fallanalyse einer aberrationsfreien Nachbehandlung bei einem Patienten, der eine Vergrößerung der optischen Zone (OZ) durch den Excimer Laser am rechten Auge erhielt. Methode: Die Nachbehandlung erfolgte in der Klinik für Augenheilkunde der Goethe Universität Frankfurt. Nach der „gewebesparenden Behandlung“- einer Kombination aus PRK und LASIK, im Dezember 2014 ex domo - berichtet der Patient über Halos und Starburst auf beiden Augen und einem geminderten Visus auf dem rechten Auge (OD). Kontaktlinsen brachten eine Visusverbesserung. Längeres Tragen der Linsen war nicht möglich, da der Patient sehr trockene Augen hat. Die Nachbehandlung erfolgte mit einem aberrationsfreien Profil eines Excimer Lasers (Schwind Amaris 750S) unter dem LASIK Flap. Unkorrigierter Fernvisus (UCVA), bestkorrigierter Fernvisus (BCVA), visuelle Beeinträchtigungen, Komplikationen und die Root mean square (RMS) der Abbildungsfehler höherer Ordnung (HOAs) und die sphärische Aberration (SA) (Pentacam HR, Oculus) wurden ausgewertet. Ergebnisse: Der Patient bekam eine abberationsfreie myope Nachbehandlung OD mit einer OZ Vergrößerung (7,7mm). Präoperativ war der UCVA 0.1 logMAR und BCVA -0.1 logMAR (Sphäre -0,25/ Zylinder -1,00/ Achse 27°). Vier Monate postoperativ war UCVA -0,1 logMAR und BCVA -0,1 logMAR (Sphäre +0,25dpt/ Zylinder -0,25 dpt/ Achse 95°). RMS (HOA) und SA verringerte sich von präoperativ (0,338; 0,203) zu postoperativ (0,282; 0,120). Der Patient berichtete tagsüber über einen besseren Visus und einen schlechteren in der Dämmerung und beim Nachsehen. Halos und Starburst sind nachts und beim Dämmerungssehen vorhanden. Dies ist von der jeweiligen Lichtfarbe abhängig. Im Allgemeinen ist die Sehqualität tagsüber viel besser. Zusammenfassung: Die Nachbehandlung war erfolgreich. Der Patient berichtet über eine bessere Sehleistung und eine bessere optische Qualität nach der Nachbehandlung, trotz weiterhin störender Halos und Starburst bei Dämmerungs- und Nachtsehen. Die aberrationsfreie Nachbehandlung mit dem Excimer Laser führte zu einer Verbessrung der visuellen Wahrnehmung mit zusätzlicher Verringerung des Astigmatismus, der HOA und der SA.
Referent/in: Themistoklis Tsintarakis (Homburg/Saar)
PURPOSE: To evaluate the effect of geometry of corneal ring implants (INTACS SK) and their intrastromal position on the change of functional outcome with treatment of keratoconus, pellucid marginal degeneration and post-LASIK keratectasia. METHODS: The CASIA SS-1000 swept-source OCT was used to image the implanted INTACS SK of size 210, 300, 350, 400, 450 and 500 µm 3 months postoperatively in 60 eyes of 51 patients (mean age 35.8 ± 10.6 years) who underwent femtosecond laser-assisted corneal ring segment implantation between August 2011 and June 2015. Mean and maximum corneal power (Kmean and Kmax) derived from Pentacam HR, spherical equivalent and refractive cylinder from subjective refraction as well as spectacle-corrected visual acuity were assessed preoperatively as well as 3 months postoperatively and the change from pre- to postoperative follow-up was derived. From HighRes cornea mode OCT measurements we extracted geometric parameters on meridional sections perpendicular to the implantation axis as follows: thickness and width of the corneal ring implants, the distance of the ring to the anterior and posterior corneal surface, the thickness of the surrounding cornea 350 µm central and peripheral to the implanted ring segment. Moreover, the lateral positioning of the ring implants relative to the pupil centre was assessed. RESULTS: Spherical equivalent / refractive cylinder from subjective refraction changed from -9.95±5.99 dpt / -6.25±2.04 dpt preoperatively to -2.88±3.14 / -2.52±1.74 dpt 3 months after surgery (p< 0.001 both). Kmean / Kmax from Pentacam decreased from 48.89±4.45 / 57.51±6.12 dpt preoperatively to 45.99±3.94 / 55.44±6.02 dpt 3 months postoperatively (p< 0.001 / p=0.017). Spectacle corrected VA increased from 0.41±0.10 preoperatively to 0.69±0.20 3 months postoperatively (p< 0.001). In a generalized linear model (GLM) the change in spherical equivalent and in Kmean (dependent variables), described with the effect sizes of measured geometric parameters (covariates), was significantly affected only by the thickness of the ring segment (R=26.393, p=0.006 / R=-10.33, p=0.022). CONCLUSIONS: Our results imply that mostly the thickness of the ring segments shows an effect on the reduction of maximum corneal power and change of spherical equivalent of subjective refraction after INTACS-SK implantation.
Referent/in: Tamer Tandogan (Heidelberg)
Fragestellung: Bestimmung von Korrekturfaktoren für die intraoperative Refraktionsmessung am pseudophaken Auge, die sowohl vom eingesetzten IOL Typ als auch von der individuellen Biometrie des Auges abhängig sind. Methodik: Direkt nach der IOL-Implantation wird die Refraktion des pseudophaken Auges intraoperativ mit dem intraoperativen Aberrometer I-O-W-A® (Eyesight&Vision GmbH, Nürnberg) gemessen. Aus den intraoperativ gemessenen Refraktionsergebnissen werden durch Gegenüberstellung mit den subjektiven Nachuntersuchungsergebnissen (> 6 Wochen) Korrekturfaktoren ermittelt, die vom eingesetzten IOL Typ und von der präoperativ mit dem IOLMaster® gemessenen Biometrie des Auges abhängig sind. Ergebnis: Die systematische Abweichung zwischen intraoperativer Aberrometrie und den Nachuntersuchungsergebnissen wird verwendet, um die Korrekturfaktoren der Beispiellinsen zu bestimmen. Wir ermittelten Korrekturfaktoren von z.B. 0,25 dpt für Alcon SA60AT® und 1,0 dpt für 1stQ Basis Z® hydrophil IOLs. Schlussfolgerung: Die Analyse zeigt, dass die vom IOL-Typ und von der individuellen Biometrie des Auges abhängigen Korrekturfaktoren ermittelbar und wiederverwendbar sind. Mittels dieser Korrekturfaktoren kann die Vorhersagegenauigkeit der Zielrefraktion verbessert werden.
Referent/in: Christoph Kern (München)
Fragestellung: Vergleich der erwarteten Zielrefraktion zweier Kalkulatoren (Zeiss und Barrett Kalkulator) zur Berechnung torischer Intraokularlinsen (IOL) mit der postoperativen Refraktion im Hinblick auf die vorhergesagte benötigte zylindrische Stärke der Linse (Toric Cylinder Power; TCP). Eine retrospektive Datenauswertung. Methodik: Betrachtet wurden 49 Augen von 42 Patienten, die eine co-axiale Mikro-Inzisions Kataraktoperation (MICS) mit Phakoemulsifikation von einem erfahrenen Chirurgen mit geschätzten chirurgisch induzierten Astigmatismus von ≤0.5 D erhielten. Implantiert wurde in allen Fällen eine torische IOL (Zeiss Torbi 709M). Die Linsenstärke wurde mit Hilfe des Zeiss Toric-Kalkulators (ZCalc) und den biometrischen Werten des Zeiss IOL Masters 500 berechnet. Die postoperative Abweichung von der Zielrefraktion sowie die vorhergesagte benötigte TCP aus den beiden Kalkulatoren wurden durch den Wilcoxon Test auf ihre statistische Signifikanz hin untersucht. Zudem wurde eine Subgruppenanalyse für Patienten mit einem Astigmatismus nach der Regel und einer höheren postoperativen Abweichung durchgeführt . Ergebnis: Im Kollektiv zeigte sich im Mittel eine statistisch signifikante Unterkorrektur von 0.28 D (Standardabweichung ± 0.42 D) im sphärischen Äquivalent (p = 0.01). Betrachtete man die postoperative Abweichung aller Patienten mit Astigmatismus nach der Regel (n=30), so zeigte sich keine signifikante Über- oder Unterkorrektur (p>0.05). Darüber hinaus bestand zwischen den Kalkulatoren kein signifikanter Unterschied hinsichtlich der vorhergesagten benötigten TCP (p>0.05). Auch bei Patienten mit einer postoperativen Abweichung von ≤ 0.5 D oder >0.5 D, unterschied sich die vorhergesagte TCP zwischen den Kalkulatoren nicht (p>0.05). Schlussfolgerung: Die postoperative Abweichung von der Zielrefraktion lag im tolerierten Bereich von ± 0.5 D trotz einer signifikanten Unterkorrektur von 0.28 D. Betrachtete man nur Patienten mit Astigmatismus nach der Regel, war der Unterschied nicht signifikant. Eine Erklärung hierfür findet sich über das Baylor Nomogram, wonach Augen mit Astigmatismus nach der Regel zur Überkorrektur neigen und somit die Tendenz dieser Augen zur Unterkorrektur abgeschwächt wird. In diesem Kollektiv war der Barrett Kalkulator dem Zeiss Kalkulator bezüglich der Vorhersagekraft der benötigten TCP nicht überlegen. Das Baylor Nomogramm gilt es bei der Berechnung torischer Linsen zu berücksichtigen.
Referent/in: Thomas Stahnke (Rostock)
Purpose: Accommodation loss in presbyopia and following IOL implantation could be adressed by approaches like Lens Refilling. At least in early stages of presbyopia the ciliary muscle is not responsible for the loss of accommodation, which is predominantly caused by an increase of lens stiffness. To use the ciliary muscle as a driving force for refilled lenses it is necessary to know as much as possible about its contractility and biomechanic properties in the aging eye. Methods: Enucleations of pigs were carried out immediately after slaughtering. Circular explants of the ciliary muscles (2 cm length, 2 mm width) were dissected. To prevent degenerative processes, specimens were mounted in an organ bath (37°C Krebs solution, gassed with carbogen), and fixed to a force transducer (sensibility: > 10 µN). Acetylcholine (ACh) and/or the Ca2+-channel opening substance Bay-K 8644 were added in increasing concentrations after an acclimatization period (1h). Contractile responses were recorded (mN) and tension (mN/mm²) for each specimen was calculated. To analyse individual ciliary muscle micromorphology of the specimen, histological sections of paraffin embedded porcine ciliary bodies were stained (AZAN and HE) in all experiments. Results: The average contractility of ciliary muscle was 0.025 mN at 10-5 mol/l and 0.05 mN at 10-4 mol/l ACh concentrations, which is equivalent to tensions of 0.0125 mN/mm² and 0.025 mN/mm², respectively. Application of Bay-K 8644 could not provoke measurable contractions by itself. In contrast, an increase in ACh induced contractility to 0.15 mN at 10-4 mol/l ACh, with a tension of 0.075 mN/mm² could be observed after preincubation with Bay-K 8644. Histological analysis of individual ciliary muscles revealed loosely packed smooth muscle cells embedded within the connective tissue. Interfering dissection artefacts could not be observed. Conclusions: ACh induced contractility of the porcine ciliary muscle in a concentration dependent manner was carried out successfully. Low contractility values could be explained by the connective tissue rich ciliary body with only loosely packed muscle cells. For an effective transfer into finite element analysis of the pseudophakic process, further physiological investigations of human ciliary muscle contractility forces are necessary to define innovative lens replacement materials.
Referent/in: Anna Christina Sasse (Frankfurt)
Purpose: To analyze the influence of blurred vision, accommodation and target laser settings on eye movements during laser in situ keratomileusis (LASIK). Methods: Prospective, randomized Trial. Eleven eyes underwent simulated LASIK treatment. Patients were instructed to fix upon the fixation light, the treatment laser was blocked, all other settings were applied according to standard LASIK treatments. To simulate blurred vision a 0 D lens received a laser treatment and was applied to the patient´s eye. To diminish accommodation a custom prepared lens was used. Eye movements were recorded under four modalities: 1) blurred lens with target laser on, 2) blurred lens with target laser turned off, 3) a +3 D lens with target laser on and 4) a +3 D lens with target laser turned off. Results: Temporal power spectra showed a dominance of high-frequency, low-power eye movements. Shapiro-Wilk test obtained that measurement data were not normally distributed. The Friedman test detected that there was a significant difference in the F80 variable in EyeY (p = 0.039). Wilcoxon test revealed that there was a significant difference (p = 0.033) between modality 3 and 4 in this variable. Apart from this difference, none of the remaining data showed any significant difference, neither in standard deviation nor in the power spectra. Conclusion: Surgical circumstances such as blurred vision, accommodation and target light have only little influence on eye movements during laser in situ keratomileusis.