Postersitzungen, Samstag, 1. 10. 2016

 
dt/engl
Posterkabinett 1 13:45 - 14:45 01.10.2016
Postersitzung PSa01
Glaukom: Chirurgie 1 // Glaucoma: Surgery 1
Vorsitzende/r: Esther M. Hoffmann (Mainz), Isabel Oberacher-Velten (Regensburg)

Referent/in: Heiko Philippin (Moshi)
Aims: Treatment for glaucoma usually involves taking daily eye drops for life, which is expensive, logistically challenging and difficult to adhere to, particularly for patients in low-income settings. We present results from a pilot study of Selective Laser Trabeculoplasty in Tanzania and its potential to circumvent some of these challenges. Methods: In this retrospective study, case notes of consecutive patients with primary open-angle glaucoma who underwent selective laser trabeculoplasty (SLT) were reviewed. The procedures were done at KCMC eye department in Moshi, Tanzania, between April and October 2015. After administering a topical anaesthetic drop (Amethocaine) and a hypotensive treatment drop (Timolol), the chamber angle of the eye was visualized with a Latina lens and 100 laser treatment spots were be applied to 360° of the pigmented and non-pigmented trabecular meshwork. Energy setting started at 0.4-0.6mJ and was increased in 0.1mJ steps until an effect was noted (so called “champagne bubbles”). The SLT procedures were performed by one surgeon only. Data was recorded in an MS Access database including visual acuity and intraocular pressure (IOP). Results: Forty-seven patients underwent 58 SLT procedures, 15 female, with a median age of 63 years (range 31 – 88). SLT was repeated in 5 eyes. Preoperative IOP was on average 29.0mmHg (SD 7.0), visual acuity 1.0 logMAR (SD 0.9). Patients reported no or only mild pain after the procedure, no IOP spikes or further complications were detected except a few cells in the anterior chamber which resolved spontaneously. After a mean follow up time of 3.0 months (SD 2.3) intraocular pressure was reduced to 21.7mmHg (SD 7.6, p < 0.001). All patients maintained their visual acuity. Conclusions: Selective Laser Trabeculoplasty in a low-income setting was able to significantly reduce IOP, maintain visual acuity and proofed to be a safe procedure. More patients and a longer follow up time are necessary to confirm these results. The SLT procedure has the potential to provide a one-off or occasionally repeated outpatient treatment for glaucoma reducing the dependency on topical treatment and still allowing further surgery if necessary.
Referent/in: Greta Elfes (Dresden)
Fragestellung: Ziel der Studie war es, die Tagesschwankungen des Augeninnendruckes vor und nach Selektiver Laser-Trabekuloplastik (SLT) zu vergleichen. Methodik: In einer klinischen Studie wurden 157 Augen von 157 Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom eingeschlossen, die bereits unter der maximal verträglichen Lokaltherapie standen. 115 (73,2%) Patienten hatten ein Hochdruckglaukom und 42 (26,8%) ein Normaldruckglaukom. Alle Patienten hatten präoperativ und je nach Schwere des Befundes 3 oder 6 Monate (24±12 Wochen) postoperativ eine Tensionsanalyse mit den Messzeitpunkten 13, 16, 19, 22, 0 und 7 Uhr, wobei die Mitternachtsmessung im Liegen erfolgte. Als Schwankungsbreite wurde die Differenz zwischen minimalem und maximalem IOD festgelegt. Die SLT (SoloTM, Ellex, Australien) wurde über 360° des Trabekelmaschenwerks mit durchschnittlich 0,83±0,11mJ und 97,2±8,8 Herden durchgeführt. Die statistische Auswertung erfolgte mit SPSS. Ergebnisse: Die Augeninnendruckwerte schwankten vor der SLT im Durchschnitt um 6.5 ± 2.68mmHg und nach der Therapie um 5.4 ± 2.6mmHg im Tagesverlauf. Die Änderung ist mit 1.01 ± 3.37mmHg (p < 0,001) statistisch signifikant. Es zeigte sich eine Abnahme der IOD-Schwankungen bei 89 (56,7%) Patienten. Bei diesen Patienten nahmen die Schwankungen von 7.46±2.7 auf 4.2±1.85mmHg ab. Diese Änderung von 3.26±2.31mmHg war statistisch hochsignifikant (p< 0.001). Es zeigte sich eine positive Korrelation hinsichtlich der postoperativen Abnahme und der Höhe der präoperativen IOD-Schwankungen (r=-0.638; p< 0.001). Schlussfolgerung: Die SLT ist eine sinnvolle Option bei Patienten mit primärem Offenwinkelglaukom und IOD-Schwankungen im Tagesverlauf, um diese zu glätten. Je höher die Schwankungen präoperativ sind, desto größer ist die Abnahme dieser Schwankungen postoperativ.
Referent/in: Ammar Heider (Sulzbach/Saar)
Hintergrund: Die CO2-Laser assistierte tiefe Sklerektomie (CLASS) stellt ein neues minimal invasives, nicht penetrierendes Verfahren dar. Der Vorteil gegenüber der herkömmlichen tiefen Sklerektomie besteht in der Absorption der Laserenergie bei der Ablation des skleralen Gewebes durch die durchsickernde Flüssigkeit, so dass keine unnötige weitere Ablation erfolgen kann. Ziel dieser Studie stellt die Überprüfung des neuwertigen Verfahrens in der klinischen Anwendung dar. Methoden: Retrospektive monozentrische Studie mit Einschluss von Patienten mit primären oder sekundärem Offenwinkelglaukom, welche im Zeitraum von August 2015 bis Januar 2016 (n=24) mit der CLASS (IOPtima) mit oder ohne Kataraktoperation operiert worden sind. Primäre Endpunkte waren Senkung des IOP und Abnahme der antiglaukomatösen Tropfentherapie nach 1 und 3 Monaten. Sekundäre Endpunkte waren mögliche intraoperative und postoperative Komplikationen. Ergebnisse: Insgesamt wurden 24 Augen inkludiert, 15 mit PCOWG, 8 mit PEX-Glaukom und 1 NTG. Nach 1 Monat fiel der durchschnittliche präoperative IOP von 20,6± 9,5 mmHg (Median: 17,5 mmHg) um 22,8% auf 15,9± 9,1 mmHg (Median: 16 mmHg), nach 3 Monaten um 23,8% auf 15,7± 9,1 mmHg (16 mmHg). Die Spannbreite des IOP lag präoperativ bei 10 bis 49 mmHg, nach 1 Monat bei 0 bis 46 mmHg, nach 3 Monaten bei 5 bis 44 mmHg. Bei der durchschnittlichen Anzahl der lokalen Antiglaukomatosa zeigte sich eine Reduktion von 3,42± 0,93 auf 0,96± 1,43 nach 1 Monat (71,9%), und 1,45± 1,26 nach 3 Monaten (57,6%). Nach 3 Monaten benötigten 25% der Patienten keine antiglaukomatöse Therapie mehr. Die Notwendigkeit einer systemischen antiglaukomatösen Therapie stieg von 8,3% präoperativ auf 12,5% nach 1 Monat und auf 18,2% nach 3 Monaten an. Intraoperativ gab es außer in 4 Fällen mit einer DF-Ruptur (16,7%) keine Komplikationen. Unmittelbar postoperativ kam es in 11 Fällen (45,8%) zu einer transienten Bulbushypotonie, wovon 7 mit einer Aderhautamotio reagierten. Hierbei persistierten lediglich bei 2 Augen Netzhautfältelungen, welche jedoch nicht die Makula betrafen. In 7 Fällen (29,2%) war innerhalb von durchschnittlich 59,3 Tagen bei Dekompensation des IOP ein Revisionseingriff notwendig. Bei einem Auge (4,2%) wurde eine Endophthalmitis beobachtet. Schlussfolgerung: Die ersten klinischen Erfahrungen mit CLASS zeigen, dass keine sichere oder komplikationsarme Augeninnendrucksenkung erreicht werden konnte, jedoch eine relevante Abnahme der lokalen Antiglaukomatosa.
Referent/in: Juliane Mehlan (Hamburg)
Fragestellung: Analyse der Machbarkeit und Quantifizierung der Durchmesser und des möglichen Kollateralschadens einer PIRL- Faser- assistierten Sklerostomie mit einer neuartigen Saphirfaser bei unterschiedlichen Energieraten des Pikosekundenlasers Methodik: Frisch enukleierte Schweineaugen wurden über einen lokalen Schlachtereibetrieb (Radbruch Fleischerei GmbH, Hamburg, Deutschland) bezogen und bis zur Weiterbearbeitung am selben Nachmittag bei 4°C gekühlt . Die Laser- assistierten Sklerostomien wurden mit einer neu generierten Saphirfaser des PIRL-HP2-1064 OPA-3000 (Attodyne Inc., Kanada) gefertigt. Direkt im Anschluss an die Intervention wurden die Augen in Phosphat- gepufferten- Formaldehyd fixiert (3,5%) und im Rahmen der histologischen Aufarbeitung für die nachfolgenden Untersuchungen in 4 μm dicke Schnitte zugeschnitten und mittels Hämatoxylin Eosin (H.E., Merck, Darmstadt, Deutschland) gefärbt. Alle angefertigten Präparate wurden eingescannt und digitalisiert mit dem MIRAX SCAN (Carl Zeiss Microimaging GmbH, Jena, Deutschland). Alle Messungen und Analysen der histologischen Präparate wurden unter Zuhilfenahme des CaseViewer (3DHISTECH, Budapest, Ungarn) durchgeführt. Ergebnisse: Die mittleren Durchmesser (maximaler Durchmesser, sowie rechtwinklig dazu stehender Durchmesser im mittleren Bereich) der durch Laser geschaffenen Sklerostomien betragen 207,87 ± 69,69 μm und 125,75 ± 53, 44 μm (N= 9). Es entsteht eine mittlere Öffnungsfläche des Kanals von 20964,94 μm2. Zudem wurde die Kollateralschadenszone (CDZ) analysiert. Diese ist definiert als das atypische, den Kanal umgebende Gewebe. Die mittlere CDZ betrug in diesen Vorabanalysen betrug 40736,05 μm2. Schlussfolgerung: PIRL- FAST mittels Saphirfaser ist ein neues, minimalinvasives Instrument zur Schaffung einer stabilen Verbindung zwischen der Vorderkammer und dem Subkonjunktivalraum. Der PIRL hat sich bereits als ein effizientes Instrument zum Schneiden verschiedenster Gewebe erwiesen, verbunden mit einem geringen Vernarbungsrisiko. Daher könnten diese ersten Machbarkeitsstudien einen neuen Weg in Richtung minimalinvasiver Glaukomchirurgie ebnen. Des Weiteren haben wir bereits nächste Schritte zur Analyse der Wundheilung und Narbenbildung in vivo eingeleitet.
Referent/in: Gregor Thomaschewski (Dresden)
Fragestellung: Veränderung der biomechanischen Parameter nach Trabekulektomie mit Hilfe der Corvis Scheimpflug Technologie. Methodik: 29 Patienten mit Offenwinkelglaukom, bei welchen eine primäre Trabekulektomie (TE) mit Mitomycin C geplant war, wurden konsekutiv in diese prospektive Fall-Kontroll Studie eingeschlossen. Die biomechanischen Parameter wurden mit Hilfe der Corneal Visualization Scheimpflug Technology (Corvis ST, Oculus, Wetzlar, Deutschland) vor und im Mittel 6 Monaten nach dem Eingriff bestimmt. 10 von den 52 Messparametern der neuen Forschungssoftware (Software Version 102R1126) wurden hinsichtlich einer Veränderung untersucht: Augendruck (IOD), Hornhautdicke (CCT), maximale Deformationsamplitude, A2 Zeit, HC Zeit, A1 Deflektionssamplitude, gesamte Augenbewegung, Deflektionsamplitude 2 Verhältnis, CP- Verhältnis und DA- Verhältnis. Die statistische Auswertung erfolgte mit SPSS und linear gemischten Modellen mit dem IOD und der CCT als Kovariaten. Ergebnisse: Der IOD und die CCT reduzierten sich statistisch signifikant (IOD: 20.00 ±1.55 auf 10.47 ±1.52 mmHg; P=0,001; CCT: 544.0 ±5.37 auf 521.1 ±1.52 µm; P=0,001). Es bestand eine starke Korrelation zwischen dem IOD bzw. der CCT und den meisten gemessenen Parametern. Die korrigierte max. Deformationsampl. (1.059 ±0.038 auf 1.200 ±0.037 mm; P=0.014), die A1 Deflektionsampl. (0.102 ±00.3 auf 0.089 ±0.003; P=0.018), das Deflektionsampl. 2 Verhältnis (5.357 ±0.086 auf 5.612 ±0.084; P= 0.046) und das DA- Verhältnis (1.592 ±0.008 auf 1.617 ±0.008; P=0.034) veränderten sich statistisch signifikant, während das CP-Verhältnis (4.611 ±0.061 auf 4.756 ±0,060; P=0.072) keine statistisch signifikante Änderung aufwies. Die A2 Zeit war nur mit dem IOD, nicht aber mit CCT korreliert und veränderte sich nicht statistisch signifikant (21.098 ±0.243 auf 21.588 ±0.238 ms; P=0.071). Die HC-Zeit und die gesamte Augenbewegung zeigten keine Korrelation mit dem IOD und CCT und veränderten sich nicht statistisch signifikant (HC-Zeit: 16.202 ±0.189 auf 16.234 ±0.189; P=0.908; gesamte Augenbewegung: 0.309 ±0.016 auf 0.309 ±0.016 mm; P=0.996) Schlussfolgerung: Nach einer unkomplizierten TE kommt es zu einer deutlichen IOD Reduktion und Veränderung der biomechanischen Stabilität des Auges. Einige mit dem Corvis ST gemessene biomechanischen Parameter verändern sich postoperativ und einige nicht. Womöglich repräsentieren diese veränderten Parameter eher okuläre als korneale oder orbitale biomechanische Charakteristika.
Referent/in: Anna-Maria Seuthe (Sulzbach/Saar)
Hintergrund: Als nicht-penetrierende Glaukomoperation mit gutem drucksenkendem Effekt und geringem Risikoprofil erfreut sich die Kanaloplastik mittlerweile weltweit zunehmender Beliebtheit unter Operateuren und Patienten. Jedoch gibt es immer wieder Fälle, bei denen eine Sondierbarkeit des Schlemm’schen Kanals aufgrund von anatomischen Besonderheiten oder Voroperationen nicht möglich ist. Für diese Patienten haben wir eine neue Operationstechnik entwickelt, welche den gleichen operativen Zugang wie die Kanaloplastik mit suprachoriodaler Drainage nutzt. Hierbei erfolgt jedoch anstatt der Fadeneinlage in den Schlemm’schen die Implantation einer Kollagenmatrix (Ologen®) in den suprachoroidalen Raum. Dies soll den Effekt der suprachoroidalen Drianage verstärken. Methoden: Prospektive nicht randomisierte klinische Studie zur Feststellung der Sicherheit und Effektivität der Suprachoriodalen Drainage im Ologenimplantation. Einschluss von Patienten der Kappschaftsaugenklinik Sulzbach, bei denen aufgrund einer Voroperation oder wegen anatomischen Besonderheiten eine Sondierung des Schlemm’schen Kanals im Rahmen einer Kanaloplastik nicht möglich war und bei denen daher eine suprachoroidale Drainge mit Implantation einer Ologenmatrix durchgeführt wurde. Primäres Zielkriterium war die Senkung des intraokularen Druckes sowie die Reduktion der drucksenkenden Lokaltherapie. Sekundäres Zielkriterium war das Auftreten von intraoperativen und postoperativen Komplikationen. Ergebnisse: Insgesamt 65 Patienten konnten in diese Studie eingeschlossen werden. Nach 3 Monaten betrug die mittlere Drucksenkung 35,1% (von 21,0± 4,3 mmHg auf 13,6±3,7 mmHg) mit einer Medikamentenreduktion von durchschnittlich 3,5 auf 0,7. Nach 12 Monaten betrug die Drucksenkung 35,6% (von 21,0±4,3 mmHg auf 13,5±3,6 mmHg) und die Medikamentenzahl lag im Mittel bei 1,1. Postoperative Komplikationen beinhalteten Hyphäma (15,4%), transiente Hypotonie (6,2%) und postoperative Druckspitzen (9,2%). Schlussfolgerung: Die suprachoroidale Drainage mit Ologenimplantation scheint eine sichere und effektive Methode zu sein, um bei Augen, die für eine Kanaloplastik nicht geeignet sind, eine gute Drucksenkung und Reduktion der Antiglaukomatosa zu erwirken.
Referent/in: Galina Vashkevich (Minsk)
Introduction: Sturge-Weber Syndrome (SWS), encephalotrigeminal angiomatosis, is a congenital disorder with facial capillary hemangioma, intracranial angioma and ocular vascular anomalies leading to glaucoma in some cases. The most of these patients require surgical treatment to control IOP. Objectives: Some researchers report about efficacy of trabeculectomy in SWS, however the procedure has a number of complications in these patients, the most frequent of them is a choroidal effusion. To minimization of complications and better IOP control some surgeons prefer different models of glaucoma drainage devices and glaucoma shunts as a primary procedure in SWS. Sometimes glaucoma drainage devices are used as a secondary procedure in case of trabeculectomy failure. Aims: To demonstrate a case of refractory glaucoma in SWS with glaucoma drainage device implantation after glaucoma shunt failure. Methods: A young man, 22 y.o. with SWS admitted to the clinic with uncontrolled IOP two month after glaucoma shunt implantation in local hospital. He had capillary hemangioma on the face right side, including eyelids, conjunctiva and episclera. The filtration bleb was flat, had thick wall and severe vascularization and formed the conjunctival folds over the upper limbus. BCVA of the right eye was 0.7. The glaucoma valve was implanted in superior temporal quadrant, neighbored to failed bleb because of minimal angiomatosis in that site. Results: There were no significant postoperative complications. IOP was controlled without medications, BCVA stayed unchanged. The ecography revealed diffuse choroidal expansion. The 3-month follow-up shows good IOP control without medications. The changes of choroidea remained the same. Conclusions: The glaucoma valve can provide good IOP control in cases of refractory glaucoma in SWS even in short terms after previous surgery.
Referent/in: Bogomil Voykov (Tübingen)
Fragestellung: Ziel dieser Studie war die Evaluation des Ahmed Implantates in der Behandlung des Sekundärglaukoms in Fuchs Uveitis Syndrom. Methode: Retrospektive Analyse von Patienten mit Fuchs Uveitis Syndrom, bei denen ein Ahmed Implantat zur Behandlung eines Sekundärglaukoms eingesetzt wurde. Es wurden Patienten mit einer Nachbeobachtungszeit von mindestens ein Jahr eingeschlossen. Der Erfolg wurde folgendermaßen definiert: intraokularer Druck (IOD) ≤ 21 mmHg (Erfolg 1); IOD ≤ 21 mmHg und mindestens 25% Reduktion des IOD im Vergleich zu dem Ausgangswert (Erfolg 2). Der Erfolg war komplett, wenn postoperativ keine weitere drucksenkende Medikation erforderlich und qualifiziert wenn weitere Medikation erforderlich war. Ergebnisse: Es wurden 17 Patienten eingeschlossen. Die komplette Erfolgsrate für beide Definitionen (Erfolg 1 und 2) betrug 23.5% (n=17) nach einem Jahr und 23% (n=13) nach drei Jahren. Der qualifizierte Erfolg (Erfolg 1 und 2) war 58.3 % (n=17) nach einem Jahr und 38.4% (n=13) nach drei Jahren. Die häufigste postoperative Komplikation war die Tenonzystbildung, die in 47% der Augen auftrat. Schlussfolgerung: Das Ahmed Implantat zeigte einen moderaten Erfolg in der Behandlung des Sekundärglaukoms bei Fuchs Uveitis Syndrom. Die Erfolgsrate kann durch zusätzliche Eingriffe z.B. Zyklokoagulation und Needling verbessert werden.
Referent/in: Nils Loewen (Pittsburgh, PA 15235-5144)
Purpose: To quantify regional changes of conventional outflow caused by ab interno trabeculectomy (AIT). Methods: Gonioscopic, plasma-mediated ab interno trabeculectomy (AIT; Trabectome, Neomedix, Tustin, CA) was established in enucleated pig eyes. We developed a program to automatically quantify outflow changes (R, package eye-canalogram, github.com) using a fluorescent tracer reperfusion technique. Trabecular meshwork (TM) ablation was demonstrated with fluorescent spheres in 6 eyes before formal outflow quantification with two dye reperfusion canalograms in 6 further eyes. Eyes were perfused with a central, intracameral needle at 15 mmHg. Canalograms and histology were correlated for each eye. Results: The pig eye provided a model with high similarity to AIT in human patients. Histology indicated ablation of TM and unroofing of most Schlemms canal segments. Spheres highlighted additional circumferential and radial outflow beyond the immediate area of ablation. Differential canalograms showed that AIT caused an increase of outflow of 17+/-5 fold inferonasally (IN), 14+/-3 fold superonasally (SN) and also an increase in the opposite quadrants with a 2+/-1 fold increase superotemporally (ST) and 3+/-3 inferotemporally (IT). Perilimbal specific flow image analysis showed an accelerated nasal filling with an additional perilimbal flow direction into adjacent quadrants. Conclusion: A quantitative, differential canalography technique was developed that allows to quantify supraphysiological outflow enhancement by AIT.
Referent/in: Nils Loewen (Pittsburgh, PA 15235-5144)
PURPOSE:To stratify outcomes of trabectome-mediated ab interno trabeculectomy (AIT) by glaucoma severity using a simple and clinically useful glaucoma index. Based on prior data of trabectome after failed trabeculectomy, we hypothesized that more severe glaucoma might have a relatively more reduced facility compared to mild glaucoma and respond with a larger IOP reduction to trabecular meshwork ablation. METHODS:Patients with POAG who had undergone AIT without any other same session surgery and without any second eye surgery during the following 12 months were analyzed. Eyes of patients that had less than 12 months follow up or were diagnosed with neovascular glaucoma were excluded. A glaucoma index (GI) was created to capture glaucoma severity based on visual field, number of preoperative medications, and preoperative IOP. Visual field (VF) was separated into 3 categories: mild, moderate, and advanced (assigned 1, 2, and 3 points, respectively). Preoperative number of medications (meds) was divided into 4 categories: ≤1, 2, 3 or ≥4, and assigned with a value of 1 to 4. Baseline IOP (IOP) was divided into 3 categories: < 20 mmHg, 20-29 mmHg, and greater than 30 mmHg and assigned with 1 to 3 points. GI was defined as IOP × meds × VF and separated into 4 groups: < 6 (Group 1), 6-12 (Group 2), >12-18 (Group 3) and >18 (Group 4). Linear regression was used to determine if there was an association between GI group and IOP reduction after one year or age, gender, race, diagnosis, cup to disc (C/D) ratio, and Shaffer grade. RESULTS:Out of 1340 patients, 843 were included in the analysis. The GI group distribution was GI1 = 164, GI2 = 202, GI3 = 260, and GI4 = 216. Mean IOP reduction after one year was 4.0±5.4, 6.4±5.8, 9.0±7.6, 12.0±8.0 mmHg for GI groups 1 to 4, respectively. Linear regression showed that IOP reduction was associated with GI group after adjusting for age, gender, race, diagnosis, cup to disc ratio, and Shaffer grade. Each GI group increase of 1 was associated with incremental IOP reductions of 2.95±0.29 mmHg. Success rate at 12 months was 90%, 77%, 77%, and 71% for GI groups 1 to 4. The log-rank test suggested significant differences between GI groups. CONCLUSION:A simple glaucoma index, GI, was created to capture glaucoma severity and a relative resistance to treatment. A higher GI was associated with a larger IOP reduction in trabectome surgery. This indicates that there is a role for AIT beyond mild glaucoma and ocular hypertension.
Referent/in: Nils Loewen (Pittsburgh, PA 15235-5144)
Purpose: To compare intraocular pressure (IOP) reduction and to develop a predictive surgery calculator based on the results between trabectome-mediated ab interno trabeculectomy in pseudophakic patients versus phacoemulsification combined with trabectome-mediated ab interno trabeculectomy in phakic patients. Methods: This observational surgical cohort study analyzed pseudophakic patients who received trabectome-mediated ab interno trabeculectomy (AIT) or phacoemulsification combined with AIT (phaco-AIT). Follow up for less than 12 months or neovascular glaucoma led to exclusion. Missing data was imputed by generating 5 similar but non-identical datasets. Groups were matched using Coarsened Exact Matching based on age, gender, type of glaucoma, race, preoperative number of glaucoma medications and baseline intraocular pressure (IOP). Linear regression was used to examine the outcome measures consisting of IOP and medications. Results: Of 949 cases, 587 were included consisting of 235 AIT and 352 phaco-AIT. Baseline IOP between groups was statistically significant (p≤0.01) in linear regression models and was minimized after Coarsened Exact Matching. An increment of 1 mmHg in baseline IOP was associated with a 0.73±0.03 mmHg IOP reduction. Phaco-AIT had an IOP reduction that was only 0.73±0.32 mmHg greater than that of AIT. The resulting calculator to determine IOP reduction consisted of the formula -13.54+0.73 × (phacoemulsification yes:1, no:0) + 0.73 × (baseline IOP) + 0.59 × (secondary open angle glaucoma yes:1, no:0) + 0.03 × (age) + 0.09 × (medications). Conclusions: This predictive calculator for minimally invasive glaucoma surgery can assist clinical decision making. Only a small additional IOP reduction was observed when phacoemulsification was added to AIT in comparison to already pseudophakic patients.. Patients with a higher baseline IOP had a greater IOP reduction.
Referent/in: Nils Loewen (Pittsburgh, PA 15235-5144)
The increasing prevalence of glaucoma, a leading cause of blindness, makes the development of safer and more effective treatment more urgent. Recently introduced microincisional glaucoma surgeries that enhance conventional outflow offer a favorable risk profile but can be unpredictable. Two paramount challenges are the lack of an adequate surgical training model for new surgeries and the absence of pre- or intraoperative guidance to sites of reduced flow. To address both, we developed an ex vivo training system and a differential, quantitative canalography method to assess outflow enhancement by trabecular micro-bypass (TMB) implantation or by ab interno trabeculectomy (AIT). TMB resulted in insignificant (p>0.05) outflow increases of 13±5%, 14±8%, 9±3%, and 24±9% in the inferonasal, superonasal, superotemporal, and inferotemporal quadrants. AIT caused a 100±50% (p=0.002), 75±28% (p=0.002), 19±8%, and 40±21% increase in those quadrants. AIT eyes had a 7.5 (p=0.01), 5.7 (p=0.004), 2.3, and 1.8-fold greater outflow enhancement than matching quadrants of paired TMB-implanted eyes. Quantitative canalography demonstrated that TMB, when successful, provided focal outflow enhancements, while AIT achieved a more extensive access to outflow pathways including and beyond the surgical site itself.