Postersitzungen, Freitag, 30. 9. 2016

 
dt/engl
Posterkabinett 2 13:15 - 14:15 30.09.2016
Postersitzung PFr02
Linse 1 // Lens 1
Vorsitzende/r: Markus Kohlhaas (Dortmund), Anja Liekfeld (Potsdam)

Referent/in: Michael Lasta (Vienna)
Purpose: To compare the effect of spherical aberration on optical quality in eyes with two different aspherical intraocular lenses Methods: 60 eyes of 60 patients underwent phacoemulsification. In patient’s eyes an aberration-free aspherical IOL (Aspira-aA; Human Optics) or an aberration-correcting aspherical IOL (Tecnis ZCB00; Abott Medical Optics) were randomly implanted. Three months after surgery visual acuity, contrast sensitivity, wavefront measurements with iTrace as well as tilt and decentration measurements with Visante anterior segment OCT measurements were performed. Results: Corrected distance visual acuity (CDVA) showed no significant difference in both lenses (p = 0.22). Contrast-sensitivity was significantly higher in eyes with Aspira lens under mesopic conditions with 12 cycles per degree (CPD) and under photopic conditions with 18 CPD, respectively (p =0.02). Wavefront measurements showed a higher total spherical aberration with a minimal pupil size of 4 mm in the Aspira group (0.05 ± 0.03 versus 0.03 ± 0.02 in Tecnis; p = 0.001). Strehl Ratio was higher in eyes with Tecnis with a minimal pupil size larger than 5mm (0.16 ± 0.14 versus 0.08 ± 0.17 in Aspira; p = 0.04). In pupils with a diameter of 4 mm and more, spherical aberration had a significant negative effect on Strehl ratio, but not in pupils with a diameter less than 4 mm. Conclusion: Different aspherical IOL types have the ability to modify optical quality dependent on pupil size.
Referent/in: Ramin Khoramnia (Heidelberg)
Fragestellung: Vergleich der optischen Qualität einer neu entwickelten asphärischen Intraokularlinse (IOL) mit einer weiteren Plattform desselben Herstellers in einer Laborstudie. Methodik: Die asphärische C-flex 970C (Rayner Intraocular Lenses Limited, UK) ist seit Jahren im klinischen Gebrauch. Die 600C IOL desselben Herstellers ist eine neu entwickelte IOL. Diese Plattform hat einen vergrößerten Optikdurchmesser (6 mm statt 5,75 mm) und ein optimiertes Haptikdesign. Die 600 C IOL kann nicht nur bei Patienten, die mit der 970 C IOL versorgt werden können, sondern auch bei stärker myopen Augen implantiert werden. Wir analysierten 10 asphärische C-flex 970C und 10 asphärische 600C IOL mit einer Brechkraft von 26 dpt an der optischen Bank OptiSpheric IOL PRO (Trioptics, Germany). Wir evaluierten die Modulationstransferfunktion (MTF) bei 50 lp/mm und 100 lp/mm, sowie die Strehl Ratio jeweils bei einer Apertur von 3 mm (photopisch) und 4,5 mm (mesopisch). Ergebnis: Bei 50 lp/mm waren die MTF-Werte 0,81/0,80 (C-flex 970C / 600C) für eine 3 mm Apertur und 0,59/0,67 für eine 4,5 mm Apertur. Bei 100 lp/mm waren die MTF-Werte 0,63/0,61 bei einer 3 mm Apertur und 0,34/0,34 bei 4,5 mm. Die Strehl Ratio lag bei 0,93/0,93 bei einer 3 mm und 0,34/0,34 bei einer 4,5 mm Apertur. Die Vergleiche zeigten keinen statistisch signifikanten Unterschied (p>0.05, Mann-Whitney-U-Test). Schlussfolgerung: Die optische Qualität der 600C und der 970C IOL ist vergleichbar. Durch den größeren Optikdurchmesser und das optimierte Haptikdesign kann die 600C IOL in Augen implantiert werden, die eine 970C IOL erhalten würden, aber auch in stärker myopen Augen.
Referent/in: Isabell Schmidt (Homburg/Saar)
Fragestellung: Lassen sich aus den präoperativen Befunden Einflussgrößen für den erreichbaren korrigierten postoperativen Visus (VA) sowie den Visusgewinn (ΔVA, präoperativ nach postoperativ) bestimmen? Methoden: In die Studie wurden 19 Augen von 19 Patienten im Alter von 69±17 Jahren aufgenommen, die sich in den Jahren 2007 bis 2012 einer retroiridalen Implantation einer Verisyse Irisklauenlinse unterzogen hatten. Einschlusskriterien waren ein fehlender Kapselsacksupport für die Implantation, sowie vollständige Daten des präoperativen und postoperativen korrigierten Visus, optische Biometrie sowie Erhebung etwaiger Begleiterkrankungen und Voroperationen. Anhand der gewonnenen Daten wurde jeweils ein verallgemeinertes lineares Modell definiert mit den abhängen Größen postoperativer korrigierter Visus bzw. Visusgewinn. Als Effektgrößen wurden berücksichtigt: Pseudoexfoliationssyndrom, Trauma, Geschlecht, vorangegangene okuläre Eingriffe (insbesondere vorangegangene primäre Kataraktoperation, Keratoplastik oder Netzhautoperationen) sowie Augenlänge, mittlerer Hornhautbrechwert und –astigmatismus aus der Biometrie und der präoperative Visus. Ergebnisse: Der mittlere präoperative Visus betrug 0,70±0,62 logMAR, der VA lag bei 0,34±0,37 logMAR und der ΔVA bei 0,36±0,66 logMAR. Die Achslänge war im Mittel 23,92±1,73 mm, der mittlere Hornhautbrechwert 42,89±1,43 dpt. Die mittlere IOL-Brechkraft lag bei 19,5±4,7 dpt. Im verallgemeinerten linearen Modell ergab sich als signifikante Einflussgröße für VA ausschließlich die Augenlänge (r=-0,128; p=0,001), für ΔVA waren der präoperative Visus (r=-0,947; p< 0,001) sowie die Augenlänge (r=-0,128; p=0,001) entscheidend. Schlussfolgerung: Für die erreichbare postoperative Sehschärfe bzw. den Sehschärfegewinn bei Implantation einer retroiridalen Irisklauenlinse zeigen sich die Achslänge sowie der präoperative Visus als signifikante Einflussgrößen. Augen mit schlechtem Ausgangsvisus und größere Achslängen zeigen den größeren Sehschärfegewinn.
Referent/in: Christoph von Sonnleithner (Berlin)
Zielsetzung: Ziel dieser Studie ist es, die klinischen Ergebnisse nach bilateraler Implantation einer neuen IOL mit erweitertem Sehbereich im Vergleich zu einer monofokalen Intraokularlinse zu ermitteln. Der postoperative Visus, der Mesoptometervisus, der Niedrigkontrastvisus, die Brillenunabhängigkeit, die Aberrationen höherer Ordnung sowie die Patientenzufriedenheit wurden in beiden Gruppen untersucht. Methode: Insgesamt wurden 60 Augen von 30 Patienten in diese monozentrische Studie eingeschlossen. Jeweils 15 Patienten wurde bilateral eine Symfony (Abbott Medical Optics, Santa Ana, CA) oder eine Tecnis ZCB00 (Abbott Medical Optics, Santa Ana, CA) implantiert. Die Patienten wurden postoperativ nach einem und drei Monaten untersucht. Ergebnis: Bei der postoperativen Kontrolle nach drei Monaten erreichten die Patienten in der Symfony Gruppe im Mittel einen unkorrigierten logMar Fernvisus von -0,03 +/- 0,08 im Vergleich zu -0,06 ± 0,07 in der Tecnis Gruppe (p=0,225). In Bezug auf den unkorrigierten logMar Intermediär- und Nahvisus zeigten sich folgende Werte: Intermediärvisus -0,13 ± 0,07 vs. 0,01 ± 0,07 (Symfony vs. Tecnis, p< 0,05) und Nahvisus 0,13 ± 0,06 vs. 0,27 ± 0,10 (Symfony vs. Tecnis, p< 0,05). Im logMar Niedrigkontrastvisus sah man Werte von 0,22 ± 0,08 vs. 0,19 ± 0,11 (Symfony vs. Tecnis, p=0,253). Schlussfolgerung: Die Symfony IOL liefert vielversprechende Ergebnisse. In Bezug auf Blendungsempfindlichkeit und Halos wurden zwischen der Symfony und der monofokalen IOL vergleichbare Ergebnisse erzielt. Aufgrund der guten Visusergebnisse im Fern-, Intermediär- und Nahbereich, wie auch im Niedrigkontrastbereich kann die Symfony-IOL als eine geeignete Alternative zu multifokalen IOLs angesehen werden.
Referent/in: Bert Giers (Heidelberg)
Ziel: Evaluation funktioneller Ergebnisse und subjektiver Sehqualität nach Implantation einer neuen Intraokularlinse mit erweiterter Tiefenschärfe (EDOF-IOL). Methoden: In dieser prospektiven klinischen Studie (geplante Anzahl n=20 Patienten) wurden bisher 29 Augen von 16 Patienten (median: 65,5 Jahre) mit Katarakt eingeschlossen, welchen die Mini Well Ready EDOF-IOL (SIFI Medtech, Italien) zumeist bilateral implantiert wurde. Zwei bis vier Monate postoperativ erfolgte eine ausführliche Nachuntersuchung mit subjektiver Refraktion, unkorrigiertem und korrigiertem Fernvisus, unkorrigiertem und fernkorrigiertem Intermediärvisus bei 80cm sowie subjektiv bevorzugter Distanz, unkorrigiertem, fernkorrigiertem und bestkorrigiertem Nahvisus bei 40cm (ETDRS-Tafeln) und binokularer Defokuskurve. Zusätzlich wurden der Lesevisus (Salzburg Reading Desk) und die Kontrastsensitivität (F.A.C.T.) getestet und photische Phänomene mittels Halometrie (Halo & Glare Simulator) sowie die Sehqualität mittels Fragebogen erhoben. Ergebnisse: Zwei bis vier Monate postoperativ, betrug der mittlere unkorrigierte Fernvisus (UDVA) 0.15 logMAR (± 0.10). Der korrigierte Fernvisus (CDVA) verbesserte sich von 0.43 logMAR (Spannweite: Handbewegungen bis 0.04 logMAR) präoperativ auf 0.03 logMAR (± 0.14) postoperativ. Der mittlere unkorrigierte Nahvisus (UNVA) bei 40 cm betrug 0.10 logMAR (± 0.12), der diszanzkorrigierte Nahvisus 0.13 (± 0.13) und der korrigierte Nahvisus 0.00 (± 0.13) bei einer mittleren Addition von +1.05 D (± 0.45). Der mittlere Intermediärvisus bei 80 cm betrug unkorrigiert (UIVA) 0.03 logMAR (± 0.12) and distanzkorrigiert (DCNVA) 0.00 (± 0.13). Die Differenz zwischen erreichtem und angestrebtem sphärischem Äquivalent betrug im Mittel 0.07 dpt. (± 0.21). Der mit dem Salzburg Reading Desk ermittelte Lesevisus betrug im Median 0.18 logMAR (Distanz 36.25 cm, Lesegeschwindigkeit 99 Wörter/min, Optotypengröße 1.375 log). Zusammenfassung: Die bisherigen Daten von Patienten mit der neuen Mini Well Ready EDOF-IOL zeigen hinsichtlich Nah-, Intermediär- und Fernvisus vielversprechende Ergebnisse. Die Patientenzufriedenheit war insgesamt hoch und es wurden nur wenig störende photische Phänomene, wie Halos und Blendung, berichtet.
Referent/in: Tamer Tandogan (Heidelberg)
Fragestellung: Vergleich der optischen Qualität segmentaler multifokaler Intraokularlinsen (IOL) mit unterschiedlichen Nahadditionen in einer Laborstudie. Methodik: Analysiert wurden die LENTIS MplusX LS-313 MF30, LENTIS Comfort LS-313 MF15 und LENTIS High Add IOL MF80 (Oculentis, Deutschland) mit einer Brechkraft von 21 dpt für die Ferne an der optischen Bank OptiSpheric (Trioptics GmbH, Wedel). Die Linsen haben das gleiche optische Design jedoch unterschiedliche Brechkraft im Nahteilsegment: Die MF30 hat eine Nahaddition von +3 dpt und die MF80 von +8 dpt (besonders für Patienten mit einer Makulanarbe geeignet) während die MF15 eine +1,5 dpt Addition zur Verbesserung des Sehens im Intermediärbereich hat. Untersucht wurden die Modulationsübertragungsfunktionsfläche (Modulation Transfer Function Area, MTFA) und die Strehl-Ratio jeweils bei einer Apertur von 3 mm (photopisch) und 4,5 mm (mesopisch). Ergebnis: Die MTFA-Werte für den Fernfokus waren 33,37/30,81/51,57 (MF15/MF30/ MF80) bei einer Apertur von 3 mm und 24,51/22,50/43,06 bei einer Apertur von 4,5 mm. Für den Intermediärfokus erreichten die MTFA-Werte 29,83/15,03/6,26 für eine Apertur von 3 mm und 24,39/8,04/3,26 für 4,5 mm. Die MTFA-Werte für den Nahfokus waren 9,77/21,38/33,08 für eine Apertur von 3 mm und 5,07/22,67/32,77 für 4,5 mm. Die Strehl-Ratio des Fernfokusses war 0,34/0,29/0,52 für eine Apertur von 3 mm und 0,23/0,22/0,43 für 4,5 mm. Für den Intermediärfokus betrug die Strehl-Ratio 0,30/0,16/0,07 für eine Apertur von 3 mm und 0,25/0,09/0,03 bei 4,5 mm. Die Strehl-Ratio des Nahfokusses betrug 0,10/0,22/0,33 bei einer Apertur von 3 mm und 0,05/0,23/0,33 bei 4,5 mm. Schlussfolgerung: Für den Fernfokus erzielt die MF80 die besten und die MF30 die schlechtesten Ergebnisse. Im Intermediärfokus erreicht die MF15 die besten und die MF80 die schlechtesten Werte. Im Nahbereich schneidet die MF80 am besten und die MF15 am schlechtesten ab. Die große Auswahl der verfügbaren Nahadditionen multifokaler IOL ermöglicht es dem Operatur die IOL individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abzustimmen.
Referent/in: Ramin Khoramnia (Heidelberg)
Fragestellung: Vergleich von verschiedenen trifokalen Intraokularlinsen (IOL) hinsichtlich der optischen Qualität an der optischen Bank. Methodik: Wir analysierten die FineVision (PhysIOL, Belgien), die AT LISA tri 839MP (Zeiss, Deutschland) und die AcrySofIQ PanOptix (Alcon, USA) mit einer Brechkraft für die Ferne von 21 dpt unter Verwendung der optischen Bank OptiSpheric IOL PRO (Trioptics, Deutschland). Die Additionen für den Nah- und Intermediärbereich sind wie folgt: +3,5 dpt/+1,75 dpt (FineVision), +3,33 dpt/+1,66 dpt (AT LISA) und +3,2 dpt/+2,2 dpt (PanOptix). Wir evaluierten die Modulationstransferfunktion (MTF) bei einer Ortsfrequenz von 50 lp/mm und die Strehl Ratio bei einer Apertur von 3 mm (mesopisch) und 4,5 mm (photopisch). Ergebnis: Die MTF bei 50 lp/mm (FineVision/AT Lisa/PanOptix) betrug für den Fernfokus 0,385/0,397/0,401 (3 mm Apertur) und 0,488/0,285/0,435 (4,5 mm Apertur). Im Intermediärfokus lag die MTF bei 0,160/0,155/0,155 (3 mm Apertur) und 0,093/0,114/0,140 (4,5 mm Apertur). Die MTF für den Nahfokus betrug 0,218/0,184/0,402 (3 mm Apertur) und 0,187/0,185/0,177 (4,5 mm Apertur). Die Strehl Ratio für den Fernfokus lag bei 0,347/0,294/0,368 (3 mm Apertur) und 0,212/0,146/0,297 (4,5 mm Apertur). Im Intermediärbereich erreichte die Strehl Ratio 0,177/0,188/0,176 (3 mm Apertur) und 0,088/0,092/0,126 (4,5 mm Apertur). Die Strehl Ratio im Nahfokus lag bei 0,296/0,281/0,456 (3 mm Apertur) und 0,151/0,164/0,183 (4,5 mm Apertur). Schlussfolgerung: Bei der Beurteilung der drei trifokalen IOL-Modelle an der optischen Bank zeigten sich deutliche Peaks im Fern-, Intermediär- und Nahfokus. Die Ergebnisse hinsichtlich der optischen Qualität waren vergleichbar.
Referent/in: Ramin Khoramnia (Heidelberg)
Fragestellung: Analyse der optischen Qualität diffraktiver multifokaler Intraokularlinsen (IOL) mit unterschiedlichen Nahadditionen in einer Laborstudie. Methodik: Die AcrySof IQ ReSTOR 2.5 (Alcon, USA), die AcrySof IQ ReSTOR 3.0 (Alcon, USA) sowie die TECNIS ZMA00 und ZMB00 (Abbott Medical Optics, USA) mit einer Brechkraft von 21 dpt für die Ferne wurden an der optischen Bank OptiSpheric IOL PRO (Trioptics GmbH, Wedel) untersucht. Die Linsen haben ähnliche optische Designs, unterscheiden sich allerdings hinsichtlich ihrer Nahaddition: Die AcrySof IQ ReSTOR 2.5 hat eine Nahaddition von +2,5 dpt, die AcrySof IQ ReSTOR 3.0 eine von +3,0 dpt und beide TECNIS-Linsen eine von +4,0 dpt. Untersucht wurden die Fläche unterhalb der Kurve der Modulationstransferfunktion (Modulation Transfer Function Area, MTFA) und die Strehl Ratio jeweils bei einer Apertur von 3 mm (photopisch) und 4,5 mm (mesopisch). Ergebnis: Die MTFA-Werte für den Fernfokus waren 47,85/42,06/33,57 (2,5 dpt/3,0 dpt/4,0 dpt) bei einer Apertur von 3 mm und 26,06/33,08/14,83 bei einer Apertur von 4,5 mm. Für den Intermediärfokus erreichten die MTFA-Werte 11,05/9,54/8,60 bei eine Apertur von 3 mm und 4,83/4,39/5,33 bei 4,5 mm. Die MTFA-Werte für den Nahfokus waren 20,11/29,50/33,39 bei einer Apertur von 3 mm und 7,27/12,54/24,76 bei 4,5 mm. Die Strehl Ratio des Fernfokusses war 0,48/0,42/0,29 bei einer Apertur von 3 mm und 0,26/0,33/0,13 bei 4,5 mm. Für den Intermediärfokus betrug die Strehl Ratio 0,11/0,10/0,09 bei einer Apertur von 3 mm und 0,05/0,05/0,06 bei 4,5 mm. Die Strehl Ratio des Nahfokusses betrug 0,20/0,30/0,34 bei einer Apertur von 3 mm und 0,07/0,13/0,25 bei 4,5 mm. Schlussfolgerung: Für den Nahfokus erzielen die ZMA00 und ZMB00 die besten Ergebnisse, während die ReSTOR 2.5 am schlechtesten abschneidet. Im Intermediärbereich erreichen alle IOL ähnliche Ergebnisse. Für den Fernfokus erzielt die ReSTOR 2.5 die besten Ergebnisse. Der Operateur kann die Wahl der richtigen Linse individuell auf die Bedürfnisse jedes Patienten abstimmen, da heutzutage diverse Nahadditionen bei diffraktiven multifokalen IOL zur Verfügung stehen.
Referent/in: Tamer Tandogan (Heidelberg)
Fragestellung: Darstellung des Strahlengangs verschiedener multifokaler Intraokularlinsen (MIOL). Methodik: Wir analysierten verschiedene multifokale Intraokularlinsen mit unterschiedlichen Optikdesigns. Die Linsen wurden in einem Modellauge in einer optischen Bank mit Modellhornhaut positioniert. Monochromatisches grünes Laserlicht wurde durch die Linse im Modellauge projiziert. Bilder des Strahlengangs, der mittels einer Fluoresceinlösung sichtbar gemacht werden konnte, wurden mit einer Digitalkamera aufgenommen. Ergebnis: Bifokal diffraktive und segmentale IOL-Modelle zeigten zwei definierte Foki für das Fern- und Nahsehen. Trifokale IOL zeigten drei deutliche Foki. Linsen mit erweitertem Fokus (Extended Depth of Focus, EDOF) zeigten einen elongierten Fokus. Schlussfolgerung: Die Analyse an der optischen Bank kann die verschiedenen Foki für alle Arten von MIOL bewerten, unabhängig von deren optischem Prinzip. Die diffraktiven MIOL zeigen ein ringförmiges Muster der Lichtverteilung. Die Segmentlinsen zeigen eine Lichtverteilung mit deutlich mehr Helligkeit, vermutlich aufgrund eines geringeren Kontastverlustes als bei den anderen MIOL.
Referent/in: Marcus Kernt (München)
Background: In order to prevent the retina from blue-light damage, yellow tinted, blue-light-absorbing intraocular lenses (IOL) are in broad clinical use. However, due to their transmission characteristics, a potential negative influence on the quality of vision under specific light conditions has been discussed. This study introduces a novel concept of a blue light filtering IOL with light-adaptive transmission (TA-IOL) and compares its possible protective effects to an untinted, UV-absorbing IOL regarding light-induced oxidative stress and growth factor expression in the human RPE. Methods: A novel IOL, characterized by a central UV and blue light filtering zone, a surrounding transition zone and a clear, UV only absorbing periphery, has been designed. Then, primary human RPE cells were exposed to white light and either the TA-IOL or a UV-absorbing IOL was placed in the light beam. By using different apertures and intensities of light, bright and low light conditions were simulated. After 60 minutes of irradiation, cellular viability, induction of intracellular reactive oxygen species (ROS), and expression of vascular endothelial growth factor A (VEGF) were evaluated by a colorimetric assay, fluorescence microscopy and by RT-PCR and ELISA. Results: Light exposure decreased RPE cell viability, and increased ROS and VEGF expression. These effects were significantly reduced by both, the TA-IOL and the UV-absorbing IOL. However, especially when bright light conditions were simulated, these protective effects were significantly stronger in presence of the TA-IOL, compared to the UV-absorbing IOL Conclusion: In this study the novel TA-IOL demonstrated a significant better protection against light-induced oxidative stress and over-expression of VEGF than the UV-absorbing IOL. In addition, the presented concept of a TA-IOL may help to reduce potential negative influences of blue light filtering IOLs on the quality of vision under low light conditions.
Referent/in: Jan Weindler (Heidelberg)
Fragestellung: Haben flüssigkeitsgefülle Microvakuolen (Glistenings) einen Einfluss auf die optische Qualität von faltbaren Acryllinsen? Methodik: Die Glistenings wurden in verschiedenen Graden (Grad 0-4 nach Miyata Skala) künstlich erzeugt, indem die Linsen zunächst in vitro auf 45 °C erhitzt wurden und anschließend bei 37 °C abkühlten. Die optische Analyse erfolgte in einem mit Wasser gefülltem Modellauge durch das Spectrophotometer (OptiSpheric IOL, Trioptics) mit drei verschiedenen Aperturen. Die Modulationstransferfunktion (MTF) und die relative Transmission wurden bestimmt. Für diese Studie wurden AcrySof SA60AT (Alcon) Intraokularlinsen aus Acryl (N=20) mit +21 Dioptrien verwendet. Ergebnisse: Klinisch übliche Level von Glistenings (0-4) scheinen die MTF nicht nachteilig zu beeinflussen. Glistenings, die über dem klinischen Normalbereich liegen (Grade 4), führten zu einer signifikanten (p< 0.01) Verschlechterung der MTF. Außerdem war die Relative Transmission in den Intraokularlinsen mit sehr starken Glistenings (4) signifikant reduziert (p< 0.01). Schlussfolgerung: An der optischen Bank beeinflusst der Bereich in dem Glistenings in der klinischen Situation auftreten die optische Qualität der faltbaren IOLs aus Acryl nicht signifikant.
Referent/in: Thomas Kohnen (Frankfurt/Main)
Purpose: To evaluate visual outcomes of a segmental refractive multifocal intraocular lens (LENTIS® Mplus X LS-313 MF 30) after cataract surgery at a three month follow-up examination. Setting: Department of Ophthalmology, Goethe University, Frankfurt, Germany. Methods: Twenty-two eyes of eleven patients were included in this prospective study. Distance, intermediate (80cm) and near (40cm) visual acuity, contrast sensitivity (CS) (Optec 6500), reading skills (Radner Reading Charts), defocus curves and a questionnaire of subjective quality of vision, optical phenomena and spectacle independence were evaluated 3 months after surgery. Inclusion criteria were bilateral cataract, age >45 years, corneal astigmatism < 0.75D postoperatively, pupil size 3 to 6 mm (mesopic), center shift < 1mm (Pentacam HR). Patients who had refractive surgery, irregular astigmatism, strabismus, amblyopia, ocular surgery other than cataract surgery or potential postoperative best corrected distance visual acuity (BCDVA) worse than 0.3 logMAR were excluded. Results: The mean postoperative monocular uncorrected visual acuity was 0.06±0.14 logMAR at distance, 0.20±0.19 logMAR at 80cm and 0.13±0.12 logMAR at 40cm. Distance corrected visual acuity was -0.03±0.10 logMAR at distance, 0.17±0.21 logMAR at 80cm and 0.11±0.13 logMAR at 40cm. All included patients reported independence of spectacles after surgery. The mean patient satisfaction (scale 0, satisfied to 100, dissatisfied) was 10.9±9.8 (photopic) and 25.0±18.0 (mesopic). The CS at 6 cycles per degree under photopic conditions was 1.77±0.22 logCS without glare, 1.62±1.85 logCS with glare and under mesopic conditions 1.30±0.49 logCS without glare and 0.73±0.70 logCS with glare. Conclusions: This multifocal IOL provides good distance (< 0.1 logMAR), intermediate and near visual acuity. None of the patients needed spectacles three months postoperatively. Contrast sensitivity was shown to be good during daytime with and without glare. Patients were satisfied after cataract surgery.