Postersitzungen, Donnerstag, 29. 9. 2016

 
dt/engl
Posterkabinett 10 13:30 - 14:30 29.09.2016
Postersitzung PDo10
Retina und Glaskörper // Retina and Vitreous
Vorsitzende/r: Siegfried G. Priglinger (München), Steffen Schmitz-Valckenberg (Bonn)

Referent/in: Pavlo Bezditko (Kharkiv)
Objectives: The frequency of Helicobacter Pylori infection among patients with central serous chorioretinopathy exceeds general national. Aims: To determine tomographic peculiarities of the central serous chorioretinopathy depending on the Helicobacter Pylori infection. Methods: 93 patients (93 eyes) with acute form and 51 patients (59 eyes) with chronic form of central serous chorioretinopathy were examined with the help of spectral OCT on tomograph «SOCT Copernicus». Results: The frequency of combined neuro- and pigment retinal epithelium detachment in Helicobacter Pylori positive patients with central serous chorioretinopathy (15.9% eyes) was 2.1 times higher (р˂0.01), neuroepithelium detachment only (84.1% eyes) – 1.1 times less (р˂0.05), height of the sack with subretinal fluid (219±82 nm) was 1.3 times less, width (3690±448 nm) – 1.2 times higher (р˂0.05); central (175±17 nm) and general central foveal retinal thickness (395±40 nm) were 1.3 times higher than indices of Helicobacter Pylori negative patients (р˂0.05). Conclusions: Retinal tomographic peculiarities in patients with central serous chorioretinopathy depend on Helicobacter Pylori infection.
Referent/in: Felix Bahr (Dresden)
Fragestellung: Das Susac-Syndrom ist eine seltene Erkrankung unklarer Ätiologie, die vorwiegend bei jungen Frauen zu Mikroangiopathie im Bereich des Gehirns (Enzephalopathie), der Retina (retinale Arterienastverschlüsse) und Cochlea (Hörminderung) führt. Nur wenige hundert Fälle sind seit der Erstbeschreibung durch J.O. Susac 1979 bekannt. Die Therapie erfolgt aufgrund bisher fehlender Therapiestudien empirisch mit Kortikosteroiden, anderen Immunsuppressiva wie in letzter Zeit auch mit intravenösen oder subkutanen Immunglobulingaben sowie mit Thrombozytenaggregationshemmern. Wir berichten über zwei Fälle von zwei Patienten mit Susac-Syndrom und gehen dabei auf das klinische Bild, die Diagnostik und therapeutische Möglichkeiten ein. Methodik: Retrospektvie Falldarstellung Ergebnis: Im ersten Fall zeigte eine 30 jährige Frau ohne nennenswerte Krankheitsgeschichte seit 11/2012 rechts und links kombinierte arteriell-venöse Gefäßverschlüsse mit Gesichtsfelddefekten. Multifokale Läsionen der weißen Substanz supratentoriell und infratentoriell wurden im MRT sichtbar. Eine tieftonbetonte Schallempfindungsschwerhörigkeit rechts komplettiert die Trias des Susac Syndroms. Therapeutisch wurden orale und systemische Glukokortikoide sowie Azathioprin, Cyclophosphamid, Rituximab und Immunglobuline zu verschiedenen Zeitpunkten mit ASS angewendet. Aktuell sind bei der Therapie mit oralem Prednisolon in niedriger Dosierung keine Aktivitätszeichen in der Fluoreszenzangiografie zu sehen. Im zweiten Fall sind 2012 bei einer 34 jährigen Frau rechts wie links Arterienastverschlüsse mit Gesichtsfelddefekten aufgetreten. Im MRT zeigten sich unspezifische Demyelinisierungen im Marklager bihemisphärell. Im Verlauf zeigten sich pathologische Befunde in der Tonschwellenaudiometrie, womit alle drei Kriterien für das Vorliegen eines Susac-Syndroms vorlagen. Therapeutisch wurden Prednisolon initial, Nimotop, Gerinnungshemmer und Azathioprin angewendet. Schlussfolgerung: Das Susac Syndrome ist eine autoimmunvermittelte Endotheliopathie, die vorwiegend die kleinen Gefäße im Gehirn, der Retina und des Innenohrs betrifft. Jedoch ist die Pathogenese der Mikroangiopathie weiterhin unklar. Die Bildgebung mittels MRT, retinale Fluoreszenzangiografie und Tonschwellenaudiometrie ermöglichen die Diagnose. In diesem Fallbericht zeigten wir zwei Fälle mit Susac-Syndrom mit Beschreibung der klinischen Zeichen, diagnostischen Mittel und verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten.
Referent/in: Vladimir Markevich (Minsk)
Actuality: Suprachoroidal hemorrhage (SCH) – is a condition when the blood fills the suprachoroidal space. Usually, SCH is a complication of intraocular operations, and eye injury. Spontaneous bleeding which is not associated with surgery or trauma - a rather rare phenomenon. Purpose: To study the required diagnostic and therapeutic procedures in patients with spontaneous SCH. Material and methods: Patient A., 36 years old, admitted to the physician with complaints of decreased vision and pain in the right eye, irradiates to the right half of the head, general weakness, dizziness. Blood pressure (BP) was 250/100 mmHg. After treatment (furosemide, mannitol, clonidine) blood pressure dropped to 170/90 mm Hg, complaints of decreased vision remained. On admission to the ophtalmological department: Visual acuity OD = 20/200 OS = 20/30. IOP OD / OS = 23/13 mm Hg. Biomicroscopy: shallow anterior chamber (AC) OD. Gonioscopy OD: closed anterior chamber angle. Ultrasound: local thickening of the membranes to 3.43 mm, flat detachment signal in all segments. During the ultrasound biomicroscopy (UBM) in lower-internal segment detected flat detachment of the ciliary body, the pars plana is thickened to 0.55 mm; the contralateral eye - no visible changes, the thickness of the pars plana 0.26 mm. The diagnosis was: spontaneous suprachoroidal hemorrhage, secondary ocular hypertension OD Results: Positive dynamics in visual acuity and ultrasound picture was not observed after conservative treatment. When sclerectomy was done we get moderate amount of hemorrhagic content. On the fifth day after surgery: anterior chamber angle open, AC deepened, visual acuity improved to 20/30. Dynamic observation (week, month) visual acuity OD 20/200, IOP = 15 mm Hg, ultrasound data, gonioscopy, biomicroscopy without pathological changes. Conclusions: The complaints of the patient on decreased visual acuity, pain, on the background of a hypertensive crisis may be a sign of not only the increase in IOP, but vascular disorders of the eyeball (up to the detachment of the choroid and ciliary body). We can recommend to confirm the diagnosis not only with biomicroscopy and ophthalmoscopy, but with additional methods such as ultrasound, UBM, Gonioscopy.
Referent/in: Shideh Schönfeld (Berlin)
Hintergrund: Der Tuberöse Sklerose Komplex (TSC) ist eine seltene Erkrankung, bei der es durch eine fehlerhafte Regulation des sogenannten mTOR-Signalwegs zu einem übermäßigen Zellwachstum und damit zur Entstehung von Tumoren kommt. Am Auge können retinale Astrozytome beobachtet werden. In seltenen Fällen besteht ein Uveitismaskierungssyndrom. Adäquate Therapien zur Verkleinerung dieser Veränderungen sowie eine Uveitistherapie gibt es bisher nicht. Die weltweite Zulassungsstudie von Everolimus, einem mTOR-Inhibitor, hat erstmals gezeigt, dass der Einsatz bei Patienten mit TSC-assoziierten Nierentumoren, subependymalen Riesenzellastrozytomen und Hautknötchen das Tumorvolumen deutlich reduzieren kann (1). Am Auge wurde die Wirksamkeit des Medikaments bisher nicht untersucht. Methoden: Es wurde die Wirksamkeit des Medikaments Everolimus bei einer Patientin mit TSC und posteriorer Uveitis inklusive vaskulitischer Leckagen mittels OCT und Fluoreszenzangiographie vor Therapiebeginn und bis zu 2 Jahre unter der Therapie untersucht. Die initiale Dosis für Everolimus betrug 5 mg pro Tag, die bisherige kumulative Dosis 3,63 g. Ergebnisse: Nach einer 23 monatigen Therapie wurde in der Fluoreszenzangiographie keine Veränderung der Leckagen in der Spätphase erhoben. Die maximale Prominenz des retinalen Hamartoms betrug initial 615µm und wurde mittels OCT vermessen. Unter 2-jähriger Therapie kam es zu einer Reduktion der Prominenz auf 558µm. Schlussfolgerung: Wir beschreiben erstmals die mögliche Wirkung von Everolimus auf die retinalen Befunde am Auge. Im beschriebenen Fall konnte eine Verkleinerung der Prominenz des Harmatoms nachgewiesen werden. Everolimus hatte keinen Einfluss auf die uveitischen Veränderungen. In weiteren randimosierten Studien sollte untersucht werden, ob sich die Therapieoptionen am Auge durch Einnahme von Everolimus oder analogen Präparaten ergeben.
Referent/in: Maximilian Treder (Münster)
Fragestellung: Neue orale Antikoagulationen erfahren zunehmende Verbreitung im klinischen Alltag. Über ophthalmologisch relevante Blutungsrisiken ist bislang wenig bekannt. Ziel der Studie war der Vergleich der Häufigkeit von spontanen ophthalmologischen Blutungen bei Patienten unter Antikoagulation mit Apixaban (Eliquis®) im Gegensatz zu Phenprocoumon (Marcumar®). Methoden: In die retrospektive Studie wurden alle Patienten eingeschlossen, die zwischen dem 01.01.2015 und dem 31.06.2015 in unserer Klinik behandelt wurden und dauerhaft mit Phenprocoumon (Marcumar®) oder Apixaban (Eliquis®) antikoaguliert waren. Ergebnisse: Insgesamt wurden 172 Patienten in die Studie eingeschlossen (durchschnittliches Alter: 74,0 ± 10,6; 57,0% (n=98) männlich; 43,0% (n=74) weiblich). 5 der 147 Patienten (3,4%) aus der Phenprocoumongruppe (3,4%) erlitten eine spontane Blutung im Augenbereich. In der Apixabangruppe kam es bei 9 Patienten der 25 Patienten (36 %) zu einer spontanen Blutung im Augenbereich. Der festgestellte Unterschied bezüglich der Blutungshäufigkeit war signifikant (p < 0,001). Schlussfolgerung: Spontane ophthalmologische Blutungen waren unter Apixaban (Eliquis®) signifikant häufiger festzustellen, als unter Phenprocoumon (Marcumar®). Aufgrund der hohen klinischen Relevanz des Themas sind prospektive Studien notwendig.
Referent/in: Eva Ernst (Jena)
Fragestellung: Zur Behandlung eines Makulaödems nach retinalen Gefäßverschlüssen, eines diabetischen Makulaödems und eines Makulaödems im Zusammenhang mit einer Uveitis ist die Anwendung des intravitrealen Dexamethason-Implantates (Ozurdex®) zugelassen. Wie beschreiben anhand eines Fallbeispiels eine Komplikation der Behandlung: die Dislokation des Dexamethason-Implantates in die Vorderkammer mit Entwicklung eines Hornhautödems. Methodik: Eine 65-jährige Patientin mit irisfixierter Hinterkammerlinse und vorausgegangener Pars-plana-Vitrektomie (bei IOL-Dislokation in den Glaskörperraum) stellte sich mit deutlichen Visuseinschränkungen aufgrund eines Hornhautödems bei Dislokation eines Dexamethason-Implantates in die Vorderkammer vor. Das dislozierte Implantat wurde chirurgisch entfernt. Ergebnisse: Das dislozierte Dexamethason-Implantat konnte erfolgreich chirurgisch über einen Clear-Cornea-Tunnelschnitt aus der Vorderkammer entfernt werden. Bereits wenige Tage postoperativ zeigte sich eine Befundbesserung des cornealen Ödems und ein Visusanstieg. Schlussfolgerung: Das Fehlen der Linsenkapsel und eine vorausgegangene Pars-plana-Vitrektomie stellen Risikofaktoren für die Dislokation von intravitrealen Dexamethason-Implataten in die Vorderkammer dar. Durch die Dislokation hervorgerufene Kompliaktionen wie corneale Ödeme oder sekundärer Anstieg des Augeninnendrucks können eine Entfernung des Implantates notwendig machen.
Referent/in: Sandra Stein (Greifswald)
Purpose: Direct intravitreal injection is the treatment of choice to achieve therapeutic drug levels in the vitreous body. Biorelevant in vitro systems are needed to estimate the clinical efficacy and safety of dosage forms. The purpose of this in vitro study was to determine how the age-related vitreous liquefaction affects the distribution behaviour of an injected model drug in the simulated vitreous body. Methods: In this study a previously developed in vitro system was used combining the Vitreous Model (VM) and the Eye Movement System (EyeMoS). In this model a modified polyacrylamide gel served as vitreous substitute. An advanced vitreous liquefaction was simulated by filling the VM with equal amounts of a modified polyacrylamide gel and ringer buffer solution. For comparison the VM was completely gel filled. An aqueous solution of fluorescein sodium (FS, 10 µg/mL, 15 µL) was injected into the simulated vitreous body. Experiments were performed in sixfold. The VM was placed in the EyeMoS and fast pursuit eye movements were simulated in vitro. Afterwards the VM was removed from the EyeMoS and frozen at -20 °C. For quantitative analytics the frozen corpus was divided into two parts. One part was defined as the site from which the injection occurred. Results: The age-related vitreous liquefaction was found to have a substantial effect on the intravitreal distribution of fluorescein sodium in vitro. The initial distribution of FS was comparable in both simulated liquefied vitreous body and without liquefaction. Associated with the initial back flow along the puncture duct, one hour after injection the majority (> 90 %) of FS was detected close to the site of injection. An equal distribution of FS in both parts of the VM was reached nearly 12 times faster in the liquefied state (2 h) than in the non-liquefied state (24 h). The liquefaction may cause a dominance of convective forces, which may lead to faster drug transport through the entire VM opposed to diffusion controlled transport. Conclusion: It may be assumed that the physiological age-related liquefaction of the vitreous body affects the intravitreal distribution and pharmacokinetics in vivo. This phenomenon was successfully simulated in an in vitro setup. By using the EyeMoS in combination with the VM which enables the simulation of the vitreous liquefaction, a further approximation of the in vitro test to the situation in vivo becomes feasible.
Referent/in: Maryna Shchadnykh (Kyiv)
Pseudoexfoliative syndrome (PES) is an age-related systemic microfibrillopathy, caused by progressive accumulation and gradual deposition of extracellular grey and white material over various tissues. The most often pseudoexfoliations are visible on the edge of the pupil and anterior lens capsule. We have noticed in addition to already usual combination of PES with hypertension, secondary glaucoma, cataract, and the rigidity of the pupil, the presence of comorbidities such as vitreous detachment and various stages of epiretinal fibroplasia. The purpose of our research was to study the incidence of the posterior vitreous detachment and epiretinal fibroplasia in patients with PES. The study was conducted on the clinical basis of British Ophthalmology Center (Kyiv, Ukaraine). Prevalence of pseudoexfoliative syndrome among the patients who applied in the clinic in 2015 was 2.7% (133 persons, 161 eyes). The average age of patients was 63.4 years (from 57 to 83 years). Among the patients with PES: pupil rigidity was observed in 100% of the eyes, in 21.1% of the persons process was bilateral, in 86.5% of the eyes cortical, nuclear or mixed cataract was observed. Asymmetry in IOP at unilateral PES we have noticed in 96.2% of cases. Besides glaucoma has been diagnosed in 27.3% of eyes with PES. The control group consisted of 526 persons (1052 eyes) without signs of PES, comparable in age, sex and refraction. An examination of the eyes with PES at the patients of the core group allows to observe posterior vitreous detachment in 109 eyes (67.7%). These findings were detected and confirmed by B-scan and optical coherence tomography. In 89 (81.7%) cases of these eyes an epiretinal fibroplasia with varying degrees of severity (from small, scattered plots to epiretinal membrane stage I) was found. These findings were significantly greater than in the control group, where posterior vitreous detachment was observed in 53,2% of the eyes, and only in 32,4% of which the development of epiretinal fibrosis was observed. Accordantly to our date, it was noted, that pseudoexfoliative syndrome is not only the anterior segment pathology, but vitreous and retina also. In the posterior segment of the eye supposedly target structures are vitreous fibers and inner limiting membrane. The findings need to be clarified with further detailed research.
Referent/in: Jens Ulrich Werner (Ulm)
Fragestellung: Frei fluktuierende intraokulare Zysten (FZ) lassen sich in solche der Vorderkammer (FZV) und des Glaskörpers (FZG) unterteilen. Eine erste Beschreibung einer FZG geht auf den Amerikaner Tansley aus dem Jahre 1899 zurück. Methodik: Es werden 2 Patienten mit frei fluktuierenden intraokularen Zysten in Vorderkammer und Glaskörperraum gezeigt, welche sich in den letzten 25 Jahren in unserer Klinik der Tertiärversorgung vorstellten. Anhand dieser Beispiele wird der aktuelle Wissensstand diskutiert. Ergebnisse: Bei Patient 1 wurde im Alter von 38 Jahren im Rahmen einer Routinekontrolle durch den Augenarzt eine FZV festgestellt. Die Oberfläche war leicht pigmentiert und glatt begrenzt, die Zyste durchleuchtbar und die Sonographie zeigte eine echofreie Binnenstruktur. Bei vollem Visus und Beschwerdefreiheit wurden lediglich Kontrolluntersuchungen angeraten. Patientin 2, 51-jährig, stellte sich mit einseitiger FZG und beidseitiger Myopia magna vor. Die FZG war glatt begrenzt, nicht-pigmentiert und sonographisch mit echofreier Binnenstruktur. Auch hier wurde bei Beschwerdefreiheit keine Intervention empfohlen. Schlussfolgerung: FZV und besonders FZG sind okuläre Raritäten, von welchen lediglich wenige Fallbeschreibungen vorliegen. Die Entstehungsursachen für FZV sind mannigfaltig. Sie können vom Stroma oder Pigmentepithel der Iris abstammen, durch idiopathische oder erregerbedingte Entzündungen, Miotika-Applikation, durch Epitheleinschluss nach Trauma oder Chirurgie und durch abgekapselte intraokulare Fremdkörper hervorgerufen werden oder aber diese nur mimikrieren. Benigne Tumoren müssen von malignen differenziert werden. Eine akkurate Diagnostik und Diagnosestellung ist für eine adäquate Therapie unumgänglich. FZG werden am häufigsten zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr diagnostiziert und können monolateral, bilateral und als einzelne oder multiple Zysten auftreten. Es werden kongenitale Ursachen wie Abstammung vom Pigmentepithel der Iris bzw. des Ziliarkörpers, nicht vollständige Rückbildung des primären Glaskörpers und erworbene Ursachen, so z.B. Trauma, Chirurgie, Entzündungen und retinochorioidale Degenerationen diskutiert. Eine Therapie ist in der Regel nicht erforderlich, in symptomatischen Fällen kann jedoch eine Laser-Zystostomie oder pars plana Vitrektomie erforderlich werden.
Referent/in: Alina Pakhomova (Kharkiv)
Heritable connective tissue disorders (HCTD) have diverse causes and systemic and ophthalmic associations. Ocular manifestations predominantly characterized by anomalies of refraction, lens subluxation, keratoconus and others. Little is known about the in vivo effects of these pathologies on ciliary body anatomical changes. Aims: To detect in vivo changes of ciliary body appearance in HCTD. Methods: Bilateral, high frequency, high resolution, ultrasound biomicroscopy was used to detect and measured the cysts located in the iris and/or ciliary body, the anterior chamber depth, the angle opening and the lens changes. Imaging was repeated when possible during 3 years. Results: Among 68 eyes (34 patients with HCTD) ciliary body cysts were detected in 36 (52,94%), among them 11,76% showed single cyst, 26,47% had double cysts and 61,76% manifested multiple and multi-quadrants cysts. The sizes of cysts were from 0,12 mm to 1,47 mm. In 93,1% the chamber angle was open from 25,4º to 31,7º. In evaluation of the effect of the cyst size and location on narrowing the corresponding angle to their position the closure angle was found when cysts larger than 1,36 mm and in the cysts located at iridociliary sulcus (82,35%) than in that at the pars plicata (5,88%). All ciliary body cysts were rounded thin-walled with anehogenous liquid content. The ciliary body cysts were combined with resistant pupillary membrane in 54,41%, single inclusions in lens subcapsular layers in 38,24% and pigmented star-similar deposits on anterior capsule of the lens in 22,06%. The ciliary body cysts did not seem to affect the anterior chamber depth, lens thickness. The cysts sizes, location and corresponding angle narrow, pupillary membrane and lens capsule changes were constant during period of observation. Conclusions: Ultrasound biomicroscopy plays an important role in examining the anterior segment anatomy including retro-iridian structures and ciliary body. The prevalence of ciliary body cysts was 52,94% in patients with HCTD. The cysts were multiple in 61,76% located at iridociliary sulcus in 82,35% and combined with pupillary membrane in 54,41%. All parameters were constant during period of clinical observation. The occurrence of ciliary body cysts is associated probably with other developmental defects and abnormalities in patients with HCTD and has embryonic aetiology.