Freie Vortragssitzungen, Freitag, 30. 9. 2016

 
dt/engl
Saal 3 09:45 - 11:00 30.09.2016
Freie Vortragssitzung Fr13
Retina: AMD Diagnostik // AMD Diagnostics
Vorsitzende/r: Andrea Hassenstein (Hamburg), Jost Hillenkamp (Würzburg)

Referent/in: Thomas Ach (Würzburg)
Fragestellung: Ablagerungen unterhalb des RPEs (Drusen und basal linear deposits; basal laminar deposits) sind sowohl für die normale Alterung als auch für die AMD beschrieben worden. Fluoreszenzmikroskopisch können diese zur Autofluoreszenz (AF) angeregt werden (PMID 12091448). Ziel dieser Studie ist es, die räumliche Verteilung und Häufigkeit von AF-Ablagerungen unterhalb des RPEs zu beschreiben, sowohl bei normaler Alterung als auch bei AMD. Methodik: Von 20 menschlichen Spenderaugen wurden RPE/Bruch Membran-Flatmounts präpariert (10 Frühstadium AMD (Median 84 Jahre); 10 Kontrollen (Median 87 Jahre)) und mit einem konfokalen Mikroskop AF-Aufnahmen (Anregung 390nm (UV) und 488nm) an 3 vordefinierten Positionen (Fovea, Perifovea, NahPeripherie) angefertigt (PMID 25034602). Die AF-Ablagerungen wurden nach Anzahl der Ablagerungen/Lokalisation (angepasst an die RPE Zelldichte; (RPE-Zellen/mm2)) sowie nach Fläche der Ablagerung/Lokalisation analysiert. Ergebnis: Ablagerungen unterhalb des RPEs weisen ein starkes UV-AF-Signal auf. Insgesamt wurden 116 Lokalisationen (AMD) und 115 Lokalisationen (Kontrollgruppe) untersucht. Während in AMD-Augen 64,7% der Lokalisationen AF-Ablagerungen zeigen, sind es in der Kontrollgruppe nur 57,4%. Die Anzahl der AF-Ablagerungen/Lokalisation variiert (Mittelwert ± STW), jedoch nicht signifikant: 1.4±1.5 (AMD) versus 0.7±0.8 (Kontrollgruppe). Nach Berücksichtigung der Zelldichte/Lokalisation zeigen sich jedoch bei AMD-Augen signifikant mehr AF-Ablagerungen (p=0.0019), mit einer deutlichen Präferenz in der Fovea (p< 0.0001), aber nicht der Perifovea oder der NahPeripherie. Der Vergleich der bedeckten Fläche wies keinen signifikanten Unterschied auf (AMD 7.4±13.7 %, Kontrollgruppe 1.4±2.4 %; p=0.58). Schlussfolgerung: In dieser Studie wurden zum ersten Mal die Anzahl AF-Ablagerungen und die Anzahl der Lokalisationen mit AF-Ablagerungen untersucht, sowohl bei normaler Alterung als auch bei AMD. Die systematische Analyse der RPE/Bruch Membran-Flatmounts zeigt, dass sowohl bei gesunden Älteren und bei AMD ähnlich viele Lokalisationen betroffen sind. Jedoch zeigen die betroffenen Lokalisationen bei AMD Augen signifikant mehr AF-Ablagerungen, vor allem im Bereich der Fovea. Die mikroskopisch sichtbaren, derzeit klinisch aber nicht nachweisbaren AF-Ablagerungen können die Stoffwechsellage des RPE und der Fotorezeptoren und damit auch deren Funktionalität negativ beeinflussen.
Referent/in: Katharina Müller (Würzburg)
Fragestellung: Die Autofluoreszenz (AF)-Eigenschaften intrazellulärer Granula (Lipofuszin LF, Melanolipofuszin MLF) des retinalen Pigmentepithels (RPE) können in vivo und ex vivo aufgezeichnet werden. Bislang fehlen jedoch mikroskopisch detaillierte, spektrale Analysen, die Hinweise auf beteiligte Fluorophore und Verteilungsmuster der Granula geben, aber auch Indikator pathologischer Veränderungen (AMD vs. normaler Alterung) sein könnten. Methodik: Von 18 RPE-Flatmounts (humanes Spendergewebe; post-mortem Zeit < 4,2h; ohne Makulopathie: 6 < 51 Jahre, 6 >80 Jahre; mit AMD: 6 >80 Jahre) wurden an vordefinierten Stellen (Fovea, Perifovea, nahe Peripherie) hochauflösende Spektral-Aufnahmen angefertigt (LSM780, Fa. Zeiss; exc.: 488nm; em.: 510 bis 750nm (24 Kanäle, je 8,9nm Wellenlängenbereich)). Eine horizontale Schnittführung (apikal nach basal; 390nm Abstand) bei den Aufnahmen ermöglichte eine 3D-Datenaufzeichnung. Die Daten wurden in FIJI eingelesen (www.jifi.sc), RPE-Zellen markiert und die spektralen Daten analysiert (Darstellung des Emissionsspektrums für jeden Schnitt und Wellenlängenbereich). Ergebnis: Mit der Fovea als Referenzpunkt (PMID: 25034602) konnten bei allen RPE-Flatmounts die Messungen an identischen Stellen durchgeführt werden. Pro Aufnahmepunkt können hier bis zu 50 Zellen aufgenommen und ausgewertet werden. Die vorläufige Auswertung von 3 Geweben (1 < 51 Jahre, 1 >80 Jahre und 1 AMD) zeigt höchste AF-Intensitäten in der Mitte der Zellen, die nach apikal und basal jeweils abnehmen. Das AF-Spektrum von RPE-Zellen zeigt sich apikal breit, verjüngt sich nach medial (zeigt hier auch deutlich einzelne Peaks und Schultern) und verbreitet sich nach basal hin wieder. Schlussfolgerung: Mittels hochauflösenden mikroskopischen Techniken lassen sich intrazelluläre AF-Emissionsspektren von RPE-Zellen aufnehmen und analysieren. Sich ändernde spektrale Eigenschaften können mit unterschiedlicher intrazellulärer Verteilung der RPE-Granula (apikal: mehr Melanosomen; medial und basal: gehäuft LF und MLF) erklärt werden. Eine Alternativhypothese wäre, dass LF/MLF-Granula intrazellulär verstoffwechselt werden und sich hierbei ihre Proteinzusammensetzung und AF-Eigenschaften ändern. Ob sich Unterschiede zwischen gesundem und AMD Gewebe zeigen, muss mit der Auswertung weiterer Gewebe überprüft werden.
Referent/in: Lukas Goerdt (Bonn)
Hintergrund: Natürliche Verlaufsstudien zur geographischen Atrophie (GA) bei altersabhängiger Makuladegeneration konnten zeigen, dass der „diffuse-trickling“ Phänotyp (DT-GA) eine deutlich höhere Krankheitsprogression aufweist als anderen GA-Subtypen (NDT-GA). Phänotypisch charakterisierend für DT-GA ist u.a. die lobuläre Konfiguration der Atrophie in der Fundus Autofloreszenz (FAF) Bildgebung. Ziel der Analyse ist, der Vergleich der Progressions-Kinetik zwischen DT-GA und NDT-GA und die Prüfung der Hypothese, dass die „Circularity“ (das Verhältnis aus Fläche und Perimeter zum Quadrat) in DT-GA erniedrigt ist. Methoden: Bei 1003 Visiten von insgesamt 204 Patienten (301 Augen) aus den prospektiven natürlichen Verlaufsstudien FAM (“Fundus Autofluorescence Imaging in Age-related Macular Degeneration”, NCT00393692) und DSGA (“Directional Spread in Geographic Atrophy”, NCT02051998) wurde die GA-Fläche mittels RegionFinder SoftwareTM (Heidelberg Engineering, Deutschland) vermessen. Alle annotierten FAF-Aufnahmen wurden mittels eines anwendungsspezifischen ImageJ-Plugins (Bethesda, Maryland, USA) ausgewertet. Ergebnisse: Insgesamt wiesen 38 der 301 Augen den DT-GA Phänotyp auf. Hierbei wiesen Augen mit DT-GA eine erhöhte Progressionsrate im Vergleich zu Augen mit NDT-GA (2,98mm2/Jahr [1,25-3,10] vs. 1,25mm2/y [0.649-1.53], p< 0,001) auf. Dieser Unterschied zeigte sich auch in der Subgruppenanalyse aufgegliedert nach Läsionsgröße (1 DA [disc area]=2,54mm²). Die mediane Progressionsrate war in DT-GA stets größer als in NDT-GA (p< 0,05) und betrug 1,64mm2/y vs. 0,58mm2/y für kleine (< 1 DA), 2,41mm2/y vs. 1,26mm2/y für mittel-große (1DA-3DA), 3,58mm2/y vs. 1,71mm2/y für große (3DA-5DA) sowie 2,98mm2/y vs. 2,10mm2/Jahr für sehr große Läsionen (>5DA). Augen mit DT-GA wiesen eine erniedrigte „Circularity“ gegenüber Augen mit NDT-GA auf (0,11 [0,08-0,14] vs. 0,32 [0,16-0,38]; p< 0,001) auf. Diese Tendenz zeigte sich ebenfalls über alle Läsionsgrößen hinweg (< 1DA: 0,13 vs. 0,47; 1DA-3DA: 0,11 vs. 0,30; 3DA-5DA: 0,07 vs. 0,29; >5DA: 0,10 vs. 0,26). Diskussion: Die Ergebnisse zeigen, dass die zuvor deskriptiv beschriebene lobuläre Konfiguration von DT-GA sich mittels der „Circularity“ über alle Läsionsgrößen hinweg abbilden lässt. Die grundsätzlich erniedrigte „Circularity“ und die deutlich höhere GA-Progression von DT-GA im Vergleich zu NDT-GA weisen darauf hin, dass der Progressions-Kinetik dieses Phänotyps möglicherweise andere Mechanismen zu Grunde liegen.
Referent/in: Karen Schaal (Bern)
FRAGESTELLUNG: Überprüfung ob en face Optische Koherenztomographie (OCT) das Vorhandensein von nascent Geographischer Atrophie (nGA) in Augen mit intermediärer Alterskorrelierter Makuladegeneration (iAMD) detektieren kann. METHODIK: Studienaugen mit iAMD der COMPLETE Studie wurden bzgl. nGA Status anhand von dichten Spectralis B-scans (baseline und follow-up) re-evaluiert. Augen wurden über einen Zeitraum von 52 Wochen (1 Jahr) beobachtet, und eine nGA Entwicklung dokumentiert. En face OCT Bilder wurden ebenfalls über den 52 Wochen Zeitraum evaluiert, und mit den Spectralis B-scans verglichen. Zusätzlich wurden die en face Bilder über den 52 Wochen Zeitraum hinaus (wenn vorhanden) ausgewertet. ERGEBNISSE: Insgesamt wurden 27 Patienten (37 Augen; 27 Studienaugen, 10 Partneraugen) über einen Zeitraum von mindestens 1 Jahr ausgewertet, unter Heranziehung von OCT Spectralis B-scans und OCT Cirrus en face Bildern. Zwei Drusen zeigten sich bei baseline nGA verdächtig, entwickelten jedoch keine drusen assoziierte GA über einen Beobachtungszeitraum von 2 Jahren, bzw. 5 Jahren. Eine weitere Druse zeigte sich nach 1 Jahr nGA verdächtig mit ‘hypertransmissions’ bis in die Aderhaut reichend, und entwickelte drusen assoziierte GA über einen Zeitraum von 3 Jahren. In der en face OCT Darstellung zeigen sich nGA verdächtige Areale als umschriebene helle Bereiche. Die en face Darstellung zeigte sich ebenso nützlich wie die in der bisherigen Routine verwendeten individuellen B-Scans in der Detektion nGA verdächtiger Areale. SCHLUSSFOLGERUNG: Die en face OCT Darstellung scheint so gut wie die Spectralis SD-OCT B-Scans in der Detektion nGA verdächtiger Areale zu sein. Wird die en face OCT Darstellung verwendet, empfehlen wir eine Modifikation der bisherigen nGA Definition unter Einschluß eines hellen en face Areales von mindestens 125 µm im Durchmesser, nachweisbar an zwei aufeinanderfolgenden (mindestens 1 Monat auseinander liegenden) Besuchen.
Referent/in: Martin Ziegler (Münster)
Hintergrund: Die CNV bei AMD verändert sich in ihrer Involution hin zu einer fibrovaskulären Narbe. Dieser Prozess, der auch unter Anti-VEGF-Therapie stattfindet, soll durch neue therapeutische Strategien wie Anti-PDGF limitierend beeinflusst werden. Ziel dieser Studie ist, klinische Parameter für die Ausdehnung des fibrösen und vaskulären Anteils sowie ass. Schäden im RPE mittels versch. bildgebender Verfahren zu testen, um das phänotypische Spektrum dieser Veränderungen zu beschreiben. Methode: Bei 10 Patienten mit einer fibrovaskulären CNV nach langjähriger Anti-VEGF-Therapie wurde die Ausdehnung des fibrösen Anteils auf dem Fundus- und Multi-Color-Photo (FP,MC) sowie dem En-Face SD-OCT analysiert. Ferner wurde das Ausmaß der RPE-Atrophie mittels Autofluoresz (FAF) und der Grad der Vaskularisation (Art, Ausmaß und Flow) mittels Fluoreszenz-Angiographie (FA) und OCT-Angiographie (OCT-A; CC-Segmentierung;Angiovue,Optovue) untersucht. Größe und Lokalisation der Charakteristika der CNV wurden miteinander verglichen. Ergebnisse: Die fibröse Ausdehnung der CNV war in der FP nur unscharf, im MC aber wesentlich schärfer und in unterschiedlichen Größe darstellbar. Im En-Face-SD-OCT war eine im Mittel größere Ausdehnung der Gesamtläsion darstellbar. Während in der FAF bei einigen CNV über dem fibrösen Anteil eine RPE-Atrophie sichtbar war, war bei anderen CNV eine normale FAF über der CNV, aber eine flächige RPE-Atrophie in der Umgebung zu sehen. Während in der FA der vaskuläre Anteil kaum zu charakterisieren war, war dies mittels OCT-A in allen Fällen möglich. Hierbei zeigten einige CNV (primär bei verminderter FAF über der Läsion) eine flächige Vaskularisation mit großen matur erscheinenden Gefäßen mit deutlich vermindertem Flow und ohne Kapillarsaum. Andere CNV hingegen zeigten ein feiner gegliedertes Gefäßnetz. Schlussfolgerungen: Bei der fibrovaskulären CNV ermöglicht die multimodale Bildgebung eine differenzierte Betrachtung der fibrotischen und vaskulären Veränderungen. Insbesondere mit den neuen bildgebenden Verfahren (MC,OCT-A) lassen sich Art und Ausmaß fibrovaskulärer Umwandlungen einer CNV charakterisieren. Es zeigte sich bei dieser initialen Untersuchung die Validität dieses Analyseansatzes. Klinisch deutet sich ein breites phänotypisches Spektrum dieser Veränderungen an, wobei sich insbesondere der vaskuläre Anteil mittels OCT-A unterschiedlich darstellte. Dies könnte für die Beurteilung künftiger therapeutischer Ansätze hilfreich sein.
Referent/in: Christoph Roman Clemens (Münster)
Hintergund: Sowohl die Architektur als auch die vaskulären Eigenschaften von Pigmentepithelabhebungen (vPEA) im Rahmen der altersabhängigen Makuladegeneration sind die wichtigsten Faktoren hinsichtlich des Risikos eines Risses des retinalen Pigmentepithels (RPE). Frühere Arbeiten zeigten den Nutzen der Bestimmung des Verhältnisses von choroidaler Neovaskularisation (CNV) und vPEA mittels Fluoreszenzangiographie. Ziel der Untersuchung war, diese rein morphologische Quantifizierung um die funktionelle Dimension mittels OCT-Angiographie (OCT-A) zu erweitern. Methoden: Es wurde der bestkorrigierte Visus bestimmt und eine multimodale Bildgebung mittels SD-OCT-Aufnahmen, Fluoreszenz-, Indocyaningrün-Angiographie und OCT-A Aufnahmen durchgeführt. Neben der Quantifizierung des Perfusionsindex (PFI) im CNV-Areal mittels OCT-A erfolgte die Bestimmung der morphologischen CNV/PEA Ratio (mR). Hieraus ergab sich eine funktionelle CNV/PEA Ratio fR = PFI/mR. Ergebnisse: Insgesamt wurden 12 Augen von 10 Patienten (71,3±7,6Jahre) in die Untersuchung eingeschlossen. Die mittlere vPEA Läsionsgröße betrug 6,47mm2 bei einer mittleren CNV Ausdehnung von 4,03mm2. Der PFI betrug 73,8±17,1 und korrelierte negativ mit der mR (0,65±0,26) (p=0,04). Die fR betrug insgesamt 134±61. Die weitere Analyse der fR bei einer mR< 0,5 zeigte einen Mittelwert von 174,8±69.6 und bei einer mR> 0,5 von 106,8±33.6. Die Korrelation zwischen mR und fR lag bei 0.007 (Spearman-Korrelation). Schlussfolgerungen: Die Erweiterung der morphologischen CNV/PEA Ratio um die funktionelle Dimension mittels OCT-A erscheint sinnvoll, um die klinische Vorhersagbarkeit eines RPE Risses zu optimieren. Laufende Untersuchungen werden zeigen, ob ein erhöhter fR-Wert mit einem erhöhten Risiko eines RPE Risses einhergeht. Im Rahmen der anti-VEGF Therapie wäre es wertvoll, das Risikoprofil insbesondere für Hochrisiko-vPEA Läsionen hiermit genauer charakterisieren zu können.
Referent/in: Henrik Faatz (Münster)
Hintergrund: Ziel der vorliegenden Studie war es, bei gut abgrenzbaren Typ 2 CNV (klassische CNV), mittels OCT-Angiographie (OCT-A) Veränderungen der zentralen und peripheren CNV-Anteile unter der Anti-VEGF-Therapie aufzuzeigen und mit den Befunden im SD-OCT zu korrelieren. Weiter soll die Rolle der OCT-A Befunde bei der Charakterisierung einer Läsionsaktivität untersucht werden. Methode: Bei 10 Patienten wurde in der Fluoreszenzangiographie und im SD-OCT eine gut abgrenzbare Typ-2 CNV mit assoziierten exsudativen Veränderungen im SD-OCT diagnostiziert. Bei allen Patienten wurde zudem eine OCT-A (Avanti/FA Optovue und/oder Angioplex/Fa Zeiss) vorgenommen. Diese Befunde wurden initial, nach den ersten drei Injektionen und bei erneuter Läsionsaktivität in der etablierten zweidimensionalen Darstellung bei einer Segmentierung auf dem Niveau der Choriocapillaris und des RPE verglichen. Zudem wurden die Daten in ein externes Bildverarbeitungsprogramm (Amira) exportiert und hier zur dreidimensionalen Darstellung verarbeitet. Bei allen Aufnahmen wurden die Fläche und der Flow ausgemessenen sowie die Anzahl und die Art der Gefäße charakterisiert. Ergebnisse: Generell ermöglicht die 2 D und 3 D Darstellung im OCT-A eine bessere phänotypische Charakterisierung der CNV. Hierbei zeigten alle gut abgrenzbaren Typ 2 CNV-Anteile initial dickere zentrale und kapilläre periphere Gefäßstrukturen. Nach den ersten 3 Injektionen waren eine Verkleinerung des Gefäßareals und eine Reduktion des Flow und des kapillären Randnetzes zu sehen. Erneute Aktivitätszeichen im SD-OCT gingen mit einer erneuten Vergrößerung des CNV-Areals und des Flow im OCT-A einher, wobei sich vor allem neue/erneut perfundierte größere Gefäße im zentralen Anteil der CNV zeigten. Diese erneute Zunahme des perfundierten Areals war bei einigen Patienten bereits vor der erneuten „Aktivität“ im SD-OCT zu beobachten. Schlussfolgerungen: Mit der Kombination von SD-OCT und OCT-A ergeben sich zwei separate Möglichkeiten der Beurteilung des Aktivitätszustandes einer CNV unter Anti-VEGF-Therapie. Darüberhinaus kann besonders die Charakterisierung der CNV mittels OCT-A unter der Therapie Hinweise auf die Art und den Ausprägungsgrad der „Involution“ einer CNV ergeben. Die weitere Charakterisierung dieser Prozesse kann somit das diagnostische Spektrum zur differenzierten Analyse von CNV erweitern und als weiteres diagnostisches Verfahren zur Individualisierung therapeutischer Strategien dienen.
Referent/in: Mina Abdelmseih
Purpose: To assess Evaluation, Reliability and Comprehensiveness of the information on YouTube videos related to Age-related macular degeneration (AMD). Methods: YouTube was scanned in November 2015 using the key words “Age-related macular degeneration “without any filters. Videos were classified as useful, misleading, or irrelevant. The contents were assessed for reliability and comprehensiveness, each on a 5-point scale based on DISCERN criteria. Results: 60% of videos were classified as useful, 35% misleading, and 5% irrelevant. Videos were assessed as 60% partially Reliable, 35% Unreliable, 5% Reliable. Content’s Total Videos were organized as 70% partially comprehensive, 15% Comprehensive, 15% Incomprehensive. Discussion: You Tube videos are influential educational materials available for patients, Authoritative sources should use popular social media websites to help guide and educate the patients to ensure best outcomes and to avoid misinformation, potential risks and complications.