Freie Vortragssitzungen, Freitag, 30. 9. 2016

 
dt/engl
Saal 3 14:30 - 15:45 30.09.2016
Freie Vortragssitzung Fr21
Retina: Diagnostik // Diagnostics
Vorsitzende/r: Silvia Bopp (Bremen), Peter Charbel Issa (Oxford)

Referent/in: Christian Karl Brinkmann (Bonn)
Fragestellung: Die intravitreale Anti-VEGF-Therapie hat einen hohen Stellenwert in der flächendeckenden Behandlung in Praxen und medizinischen Versorgungseinrichtungen. Die nicht-interventionelle OCEAN-Studie untersucht die Behandlung mit Ranibizumab im praktischen Alltag. In einer Subgruppe analysiert das ORCA-Modul die Befundung der Bildgebung durch die behandelnden Ärzte. In der vorliegenden Analyse wurde überprüft, inwieweit die vom jeweils behandelnden Ophthalmologen angegebene initiale Behandlungsdiagnose durch die beteiligten Reading Center bestätigt wurde. Methode: Im ORCA-Modul werden Patienten dokumentiert, die in den Studienzentren intravitreale Ranibizumab-Injektionen mit den gestellten Diagnosen neovaskuläre altersabhängiger Makuladegeneration (nAMD), Makulaödem durch retinalen Venenverschluss (RVO) oder Diabetes mellitus (DMÖ) erhalten. Informationen über Untersuchungen, Visus, Behandlungen sowie bildgebende Verfahren werden anhand eines Fragebogens erfasst. Spectral-domain optische Kohärenztomograhpie, FAG und Fundus-Fotografien werden unabhängig durch den Augenarzt des Studienzentrums sowie durch 3 Reading-Center (GRADE Bonn, CIRCL Köln, M3 Münster) mittels eines standardisierten Fragebogens befundet. Bei der Erstuntersuchung wird die initiale Diagnose zum Behandlungsbeginn vom behandelnden Augenarzt angegeben und jeweils unabhängig von den Reading Centern die Indikationsstellung zur anti-VEGF Behandlung überprüft. Ergebnisse: Im ORCA-Modul wurden insgesamt 389 Patientendaten erfasst, von denen 243 mit der Diagnose nAMD, 60 mit RVO und 86 mit DMÖ behandelt wurden. In 41 (16,9%) nAMD-, 6 (10%) RVO- und 10 (11,6%) DMÖ-Diagnosen konnte diese Angabe jeweils gemäß Auswertung der Reading Center anhand der vorliegenden Netzhautbildgebung nicht bestätigt werden. Bei 21 dieser 57 Patienten mit diskrepanter Diagnose bestand nach nochmaliger Konsensus-Analyse aller drei beteiligter Reading Center keine Indikation zur anti-VEGF Behandlung. Schlussfolgerungen: Für die Übertragung von Ergebnissen aus Zulassungsstudien in den Alltag ist die adäquate Indikationsstellungrelevant. Die Abgrenzung von Krankheitsbildern zu deren Differentialdiagnosen mit sorgfältiger Erhebung und Auswertung der Netzhaut-Bildgebung ist anspruchsvoll. Die Evaluation der Befunderhebung in der täglichen Praxis durch die ORCA-Studie kann auf Kriterien erschwerter Diagnosen hinweisen, gezieltes Training ermöglichen und die Behandlung der Patienten verbessern.
Referent/in: Ulrich Kellner (Siegburg)
Hintergrund: Die Beurteilung der verschiedenen retinalen Schichten mit dem SD-OCT war bisher auf den hinteren Augenpol beschränkt. Mit Hilfe des Weitwinkel-SD-OCT lassen sich jetzt auch mittelperiphere Netzhautareale detailliert untersuchen. Die Bedeutung dieser zusätzlichen Diagnostik wird analysiert. Methode: Bei 120 Patienten mit hereditären Netzhautdystrophien wurden neben klinischer Diagnostik und andere bildgebenden Verfahren (Fundusautofluoreszenz (FAF), Nah-Infrarot-Autofluoreszenz (NIA), spektrale MultiColor-Fotografie, SD-OCT) Weitwinkel-SD-OCT Aufnahmen durchgeführt (Spectralis OCT, Heidelberg Engineering, Heidelberg). Ergebnis: Bei generalisierten Netzhautdystrophien (z.B. Retinitis pigmentosa, Zapfen-Stäbchendystrophie) lassen sich die Übergänge zwischen dystrophischer und noch intakter Netzhaut zirkulär erfassen sowohl in Bezug auf die äußeren retinalen Schichten als auch in korrespondierenden Veränderungen in der Aderhaut. Bei Makuladystrophien lassen sich etwaige zusätzliche periphere Läsionen beurteilen, am häufigsten beim M. Stargardt. Bei allen Erkrankungen erlaubt die Weitwinkel-SD-OCT eine Korrelation mit den in FAF und NIA dargestellten Veränderungen des retinalen Pigmentepithels. Schlußfolgerung: Das Weitwinkel-SD-OCT ist eine wesentliche Ergänzung für die Beurteilung der retinalen und choroidalen Strukturen in der mittleren Peripherie bei Patienten mit hereditären Netzhautdystrophien, da die Grenze zwischen noch intakter und pathologisch veränderter Netzhaut oft vom Makula-Scan eines SD-OCTs nur partiell erfasst werden kann.
Referent/in: Karen Schaal (Bern)
FRAGESTELLUNG: Vergleich von 12x12 mm Weitwinkel en face Swept Source Optische Koherenztomographie (SS-OCT) Bildern mit Fundus Foto, Autofluoreszenz- und Infrarotaufnahmen (konventionelle Bildgebung) in der Detektion Retikulärer Pseudodrusen (RPD) in Augen mit trockener alterskorrelierter Makuladegeneration (AMD). METHODIK: Patienten mit trockener AMD wurden prospektiv in einer OCT Studie eingeschlossen. Alle Patienten erhielten ein Fundus Foto, Autofluoreszenz- und Infrarotaufnahme, und wurden am selben Tag mit einem Prototype Zeiss 100kHz SS-OCT Gerät (Carl Zeiss Meditec Inc., Dublin, CA) (zentralen Wellenlänge 1050nm) untersucht. Zwei verblindete Gutachter beurteilten den RPD Status (ja/nein/fraglich) anhand der konventionellen Bildgebung und unabhängig hiervon anhand vier unterschiedlicher SS-OCT en face Bilder: dem OCT fundus image (OFI), einem sub-RPE slab, und zwei 20 µm dicken äußeren Netzhaut (NH) slabs, 35-55 µm und 20-40 µm oberhalb des RPE gelegen. Das OFI und der sub RPE slab dienten der Darstellung geographischer Atrophie (GA) Areale, die äußeren NH slabs der PRD Beurteilung. Das Ergebnis der RPD Detektion, mittels konventioneller Bildgebung wurde mit dem Ergebnis der RPD Detektion mittels SS-OCT en face Imaging verglichen. Da RPD mit beiden bildgebenden Verfahren detektiert werden können, wurde als Goldstandard für das Vorhandensein von RPD ein positives Ergebnis mit SS-OCT oder konventioneller Bildgebung definiert. ERGEBNISSE: 307 Augen (209 Patienten) wurden bzgl. Vorhandensein/nicht-Vorhandensein von RPD anhand von SS-OCT und konventioneller Bildgebung beurteilt. Die Übereinstimmungsrate zwischen SS-OCT und konventioneller Bildgebung betrug 83%. Der Unterschied in der RPD Detektion mittels SS-OCT oder konventioneller Bildgebung war statistisch nicht signifikant (p=0.21). Die Sensitivität mit SS-OCT RPD zu detektieren betrug 83%, die Sensitivität, mittels konventioneller Bildgebung RPD zu detektieren, betrug 75%. Würde SS-OCT im Alleingang für die Detektion der RPD verwendet, würden 10% der RPD Fälle übersehen, würde die konventionelle Bildgebung als alleiniges Beurteilungsmaterial verwendet, würden 14% der RPD Fälle übersehen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Verwendung aller vier bildgebenden Verfahren gemeinsam, bietet die beste Strategie in der RPD Detektion. Eine alleinige Verwendung von Weitwinkel en face SS-OCT slab Imaging zur RPD Detektion, ist der RPD Detektion mittels konventioneller Bildgebung jedoch nicht unterlegen.
Referent/in: Jost Lauermann (Münster)
Hintergrund: Veränderungen in der Choriokapillaris (CC) sind verknüpft mit der Pathogenese zahlreicher Netzhauterkrankungen. Ferner nimmt die CC-Dicke physiologischerweise mit zunehmendem Lebensalter ab. Die OCT-Angiographie (OCT-A) ist eine neue, nichtinvasive Bildgebung, die die selektive Darstellung der CC-Perfusion ermöglicht. Ziel war es, CC-Messungen bei gesunden Probanden unterschiedlichen Alters mit zwei OCT-A Geräten zu evaluieren. Methoden: 36 Augen von 36 Probanden wurden eingeschlossen (58,2 ± 18,4 Jahre; 18 Frauen). OCT-A Aufnahmen wurden mit beiden Geräten (AngioVue, Optovue, 70.000 A-Scans/Sek., 304×304 A-Scans; AngioPlex, Carl Zeiss Meditec, 68.000 A-Scans/Sek., 512x512 A-Scans) als 3x3 mm2 und 6x6 mm2 Aufnahme jeweils zweimal durchgeführt und gemittelt. Der CC-Flussindex innerhalb der CC-Segmentierung (30 µm - 60 µm unterhalb der RPE Referenz) wurde bestimmt. CC-Daten wurden analysiert hinsichtlich Signalstärke, Reproduzierbarkeit, Altersabhängigkeit, Korrelation zwischen OCT-A Geräten und zwischen Untersuchungsfeldern. Ergebnisse: Die Signalstärke lag bei 64,6 ± 8,9 (Signal Strength Index, Optovue) und 9,5 ± 0,8 (Messqualität, Zeiss). Die Abweichung zwischen beiden CC-Messungen lag bei 3x3 mm² bei 3,3 ± 4,7 % (Optovue) bzw. 2,6 ± 2,1 % (Zeiss) (6x6 mm²: 2,6 ± 1,8 % bzw. 2,7 ± 2,2 %). Der mittlere CC-Flussindex lag bei 3x3 mm2 bei 107,3 ± 3,8 (Optovue) bzw. 83,3 ± 7,6 (Zeiss) (6x6 mm2: 99,2 ± 4,7 bzw. 82,3 ± 5,6). Die Werte des CC-Flussindex waren bei beiden Geräten jeweils bei 3x3 mm2 im Mittel größer als bei 6x6 mm2, es zeigte sich eine hohe Korrelation zwischen den bei beiden Messfeldern erhaltenen Werten (p< 0,0001). Es zeigten sich ebenfalls Korrelationen beim Vergleich der Werte bei 3x3 mm2 bzw. 6x6 mm2 zwischen beiden Geräten (p< 0,01 bzw. p< 0,05). Der CC-Flussindex bei Patienten im Alter bis zu 58 J. war bei beiden Geräten bei 3x3 mm2 signifikant höher als bei Patienten mit 59 J. oder älter (Optovue 107,3 ± 3,6 bzw. 101,3 ± 7,7, p< 0,05; Zeiss 84,6 ± 7,6 bzw. 78,0 ± 9,5, p< 0,05). Bei 6x6 mm² waren die Unterschiede nicht signifikant Schlussfolgerungen: OCT-A ist ein vielversprechendes Verfahren zur Beurteilung der CC-Perfusion. Beide Geräte zeigen eine hohe Reproduzierbarkeit der Messungen. Zwischen den Geräten zeigt sich eine Korrelation des Flussindex. Mit beiden Geräten lässt sich eine negative Korrelation von Alter und Flussindex der CC-Perfusion nachweisen. Dies stützt die Theorie der verminderten CC-Perfusion im Alter.
Referent/in: Stefan Gottwalt (Kiel)
Ziel: Das Angio-OCT stellt eine neue Möglichkeit zur makulären Diagnostik dar. Wir verglichen die derzeit verfügbaren (Prototypen von) Angio-OCT-Geräten hinsichtlich Bildqualität, Anwendbarkeit, Anwendungsgebiet und Nutzen im Vergleich zur Fluoreszenzangiographie (FAG). Patienten und Methode: Mit den zur Verfügung gestellten Angio-OCT-Geräten von Heidelberg Engineering (OCT Angiograph), Optovue (Angiovue) und Zeiss (AngioPlex) wurden 59 Patienten (Heidelberg Engineering 26 Patienten, Optovue 22 Patienten, Zeiss 11 Patienten) untersucht. Das Bildmaterial wurde hinsichtlich der Bildqualität und Beurteilbarkeit im Vergleich zur Fluoreszenzangiographie analysiert. Ergebnisse: Von den 59 Patienten hatten 12 eine altersbedingte Makuladegeneration, 11 eine Venenast- bzw. Zentralvenenthrombose (davon 5 mit im FAG nachgewiesenen Ischämien), 7 eine diabetische Makulopathie und 32 sonstige Erkrankungen wie Makuläre Teleangiektasien Typ I, primäres Offenwinkelglaukom etc. Bei den AMD-Patienten gelang in 3 von 12 Fällen der Nachweis einer chorioidalen Neovaskularisation ohne zusätzliche FAG. Bei den Patienten mit ischämischen Venenthrombosen konnten in 3 von 5 Fällen Ischämien gezeigt werden. Bei 5 von 7 Patienten mit diabetischer Makulopathie konnte eine vergrößerte foveale avaskuläre Zone dargestellt werden. Artefakte traten bei 5 von 59 Patienten auf (fehlerhafte Segmentierung bei Makulaödem, Verzerrungen durch Myopie). Bei der Beurteilung der Bildqualität von 2 unabhängigen Betrachtern wurde kein Unterschied zwischen den 3 Geräten festgestellt. Schlussfolgerung: Alle 3 getesteten Geräte liefern eine vergleichbare Bildqualität und vergleichbare Ergebnisse. Der Nachweis einer CNV bei exsudativer AMD gelingt nur unzuverlässig, wohingegen sich 2-dimensional darstellende Pathologien wie Ischämien zuverlässiger abbilden lassen. Die Angio-OCT ermöglicht zum aktuellen Zeitpunkt bei eingeschränkter Auflösung und kleinem Scangebiet die Darstellung 2-dimensionaler Pathologien (Ischämien). Sie stellt damit eine zusätzliche diagnostische Option für die Makula betreffende Fragestellungen dar. Eine FAG kann dadurch aber nicht ersetzt werden.
Referent/in: Viktoria Müller (Münster)
Ziel: Einfluss von Veränderungen des systemischen Blutdrucks durch körperliche Bewegung auf die Durchblutung des Sehnervens gemessen mittels peripapillärer Flussdichte in der OCT-Angiographie. Methoden: In dieser prospektiven Arbeit wurden 10 Augen von 10 Probanden eingeschlossen. Die OCT-Angiografie wurde mittels AngioVue (Optovue Inc, Fremont, California, USA) durchgeführt. Die Probanden wurden vor und nach Durchführung eines bestimmten Sportprogramms „Die 5 besten Übungen von Madonnas Personal Trainer“ (www.elle.de/madonnas-fitness-trainer-zeigt-ihre-top-5-fitness-uebungen-252892.html) untersucht. Die perifoveale Flussdichte, die Größe der avaskulären Zone sowie die Flussdichte an der Papille wurden analysiert. Ergebnisse: Die mittlere peripapilläre sowie die perifoveale Flussdichte nahmen nach Durchführung der Übungen signifikant ab (peripapillär: vor den Übungen: 58.06, nach Durchführung der Übungen: 56,47, p= 0,034; perifoveal: vor den Übungen: 54.67, nach Durchführung der Übungen: 53,67, p= 0,028). Es zeigten sich keine signifikanten Veränderungen in der Größe der zentralen avaskuläre Zone oder in der fovealen Flussdichte nach den Übungen (Größe der zentralen avaskuläre Zone: p= 0.15; foveale Flussdichte: P = 0.69). Schlussfolgerung: Veränderungen des systemischen Blutdrucks, hier durch gesteigerte körperliche Aktivität, beeinflussen die Messung der peripapillären Flussdichte in der OCT-Angiographie signifikant. Dieser Faktor muss in klinischen Studien berücksichtigt werden.
Referent/in: Max Loidl (Ulm)
Fragestellung: Die OCT-Angiografie (OCT-A) stellt ein neues, innovatives Bildgebungsverfahren dar. Sie ermöglicht eine nichtinvasive, dreidimensionale Darstellung der vaskulären Netzhautstrukturen ohne Injektion von Fluoreszenzfarbstoff. Die Befunde der OCTA bei retinalen Arterienverschlüssen werden mit Befunden des bisherigen Standarddiagnoseverfahrens, der Fluoreszenzangiografie (FA), verglichen. Methodik: In diese prospektive Studie wurden 23 konsekutive Patienten mit akutem oder chronischem retinalen Zentralarterien- oder Arterienastverschluss eingeschlossen, die zwischen November 2015 und Februar 2016 untersucht wurden. Bei allen Patienten wurde eine komplette ophthalmologische Untersuchung einschließlich Fundus-Fotografie, FA und OCT-A (AngioPlex, Carl Zeiss Meditec, Inc.) durchgeführt. Die qualitative Perfusionsanalyse der OCT-A Bilder erfolgte anhand einer tiefenselektiven Enface Analyse der Netzhautschichten in eine superfizielle und eine tiefe Netzhautgefäßschicht. Ergebnis: 15 Patienten hatten einen akuten und 8 einen chronischen Arterienverschluss. Es handelte sich um 6 Frauen und 17 Männer im Alter von 46 - 80 Jahren. Sowohl bei akuten als auch chronischen Arterienverschlüssen zeigte sich eine gute Übereinstimmung der detektierbaren nicht perfundierten Netzhautareale in FA und OCT-A. In 18 von 23 Augen wurden ischämische Areale im tiefen kapillaren Plexus besser dargestellt als im superfiziellen Plexus. Beim akuten Arterienverschluss kann die Darstellbarkeit der Perfusion durch ein ausgeprägtes Makulaödem eingeschränkt sein. Verglichen mit fluoreszenzangiographischen Aufnahmen stellten sich Areale mit Perfusionsdefekten bei chronischen Arterienverschlüssen auf OCT-A Bildern besser dar. Schlussfolgerung: Die fluoreszenzangiographischen Charakteristika der nicht perfundierten Areale zeigen bei retinalen Arterienverschlüssen eine gute Übereinstimmung mit den OCTA-Befunden. Die OCT-A erlaubt eine nach Netzhautschichten getrennte Darstellung von ischämischen Arealen beim Arterienverschluss im oberflächlichen und tiefen vaskulären Plexus. Im klinischen Einsatz zeigten sich vor allem der nichtinvasive Charakter, die rasche Durchführbarkeit und die hohe Akzeptanz bei Patienten als klarer Vorteil zur klassischen FA.
Referent/in: Erika Eskina (Moscow)
Introduction: Macular pigments are playing major role in anti-oxidative protection and short-wave philtring of the retina. The opinions about the role and changing of macular pigment density (MPD) in cases of primary open angle glaucoma (POAG), high myopia (HM), age related macular dystrophy (AMD) peripheral retinal dystrophy (PRD) and other conditions are different. Objectives: There were 240 patients (454 eyes) included in investigation. No one patient used eye nutritional drugs during 6 months before the investigation. 1-st group - 60 patients (105) eyes, average age 61,8±10,1 y.o. with dry form of AMD (degree I and II AREDS). 2-d group - 32 patients (64 eyes), average age 43,8±11,5 y.o. with high myopia: in average objective refraction (AOR) -7,6±2,3 D and axial eye length 26,4±1,3 mm, no visible changes in macular and BCVA from 20/25 or higher. 3-d group - 29 patients (53 emmetropic eyes), average age 62,8±10,3 y.o. with POAG in different stages. 4-th group - 35 patients (68 eyes) in average age 51,3±15,8 y.o. with peripheral retinal disorders like pavingstone degeneration, snail track degeneration etc. 5-th group - 30 patients (57 eyes) in average age 56,2±17,4 y.o. with POAG and high myopia with refraction -7,4±2,0 D and axial eye length 26,3±1,8 mm. Control group - 54 healthy persons (107 eyes) in average age 54,6±13,4 y.o. Aim: To evaluate the changes of MPD in between patients with different ophthalmic pathology. Methods: All patients passed standard ophthalmological examination. MPD was measured by Mpod MPS 1000 (Tinsley Precision Instruments). Results: The most important data is shown in tables below: Table 1. MPD in different patient groups Dry AMD * 0,28±0,14 High Myopia 0,32±0,17 POAG * 0,26±0,15 POAG + High Myopia * 0,26±0,12 PRD * 0,27±0,14 Control group 0,31±0,2 Student test: *р< 0,05 Conclusions: The investigation proofed that there is a MPD level decreasing in High Myopia, dry AMD, POAG and combination of High Myopia with POAG. Statistically significant decreasing was found only in POAG and combination of High Myopia with POAG groups. Let us assume that MPD can not be a diagnostic criteria for AMD but it can be an additional risk factor for developing of this disease. Decreasing MPD in glaucoma groups confirm metabolic changes in outer retinal layers in these diseases and can be used as monitoring criteria.